20 December 2025, 04:58

Amazon-Chef über Deutsche als 'Kontrollfreaks'

Eine Frau steht zwischen zwei Läden, die Mützen, Shirts, Schmuck, Schlüsselanhänger und Schals ausstellen.

Amazon-Chef über Deutsche als 'Kontrollfreaks' - Amazon-Chef über Deutsche als 'Kontrollfreaks'

Amazon-Chef nennt Deutsche „Kontrollfreaks“

Amazon-Chef nennt Deutsche „Kontrollfreaks“

Amazon-Chef nennt Deutsche „Kontrollfreaks“

  1. Dezember 2025, 23:02 Uhr

Der Deutschland-Chef von Amazon hat die Deutschen als „Kontrollfreaks“ bezeichnet – mit Blick auf ihre Gewohnheit, Lieferungen ständig zu verfolgen. Rocco Bräuniger äußerte sich entsprechend im Gespräch über Einkaufstrends vor der Weihnachtszeit. Beliebte Black-Friday-Produkte waren unter anderem WLAN-Repeater, Heißluftfritteusen und Staubsaugerroboter als Weihnachtsgeschenke.

Bräuniger betonte, dass Deutsche den Status ihrer Pakete deutlich häufiger prüften als andere Europäer. Seine Aussagen fielen in eine Phase, in der Amazon seine Aktivitäten in Schlüsselstädten wie München und Berlin ausbaut.

In München eröffnete das Unternehmen im November 2025 einen neuen Hauptsitz und schuf damit 2.500 Arbeitsplätze. Auch AWS-Büros und Logistikstandorte befinden sich im Stadtzentrum. Berlin beherbergt unterdessen zwei große Paketverteilzentren im Norden und Süden der Stadt. Trotz des Wachstums von Amazon bleiben die Innenstädte beider Metropolen lebendig. Daten zeigen, dass Online-Handel lediglich 13,4 Prozent des gesamten deutschen Einzelhandelsumsatzes ausmacht. Dies deutet darauf hin, dass Amazons Rolle beim Niedergang der Innenstädte – entgegen gängiger Annahmen – begrenzt ist.

Die Äußerungen des Chefs spiegeln die hohe Nachfrage nach Lieferupdates in Deutschland wider. Amazon wächst zwar in den Großstädten weiter, doch der stationäre Handel dominiert nach wie vor. Die Präsenz des Unternehmens hat nicht dazu geführt, dass urbane Zentren an Attraktivität verlieren.