19 April 2026, 14:24

Anti-Duckface-Tag: Wie ein Comedy-Protest zum Social-Media-Kult wurde

Plakat eines lachenden Menschen mit wilden Haaren, weit aufgerissenen Augen und einem breiten Grinsen auf einem hellgelben Hintergrund, mit dem Text "McFadden's Row of Flats: The Comedy That Has Made Many Millions Laugh" darüber.

Anti-Duckface-Tag: Wie ein Comedy-Protest zum Social-Media-Kult wurde

Ein humorvoller Protest gegen einen beliebten Online-Trend hat sich zu einem jährlichen Event entwickelt. Der Anti-Duckface-Tag, ins Leben gerufen vom deutschen Comedy-Trio Y-TITTY, findet jedes Jahr am 22. Juli statt. Die Bewegung richtet sich gegen die weitverbreitete Selbstinszenierung mit dem als "Duckface" bekannten Schmollmund-Pose auf Fotos.

Bei dem Trend posieren vor allem Frauen mit gespitzten Lippen auf Social-Media-Bildern – eine Geste, die durch Prominente populär wurde und laut Studien sogar die Anzahl der Nachrichten auf Dating-Plattformen erhöhen kann. Als spielerische Gegenbewegung entstand daraus der Anti-Duckface-Tag.

Die erste Auflage 2012 zog rund 21.000 Teilnehmer an. Die Veranstalter riefen dazu auf, das Profilbild gegen ein offizielles Anti-Duckface-Abzeichen auszutauschen. Y-TITTY veröffentlichte sogar eine Hymne für den Anlass, die auf YouTube abrufbar ist.

Unterstützer können die neuesten Entwicklungen auf der Facebook-Seite der Bewegung und im Blog unter antiduckface.com verfolgen. Dort wird auch eine Sammlung von Duckface-Fotos präsentiert, die die Allgegenwart des Phänomens verdeutlicht. Zufällig fällt der 22. Juli auch mit dem "Pi-Näherungstag" zusammen – ein Hinweis auf die Berechnung der Kreiszahl durch Archimedes als 22/7.

Der Anti-Duckface-Tag bleibt eine humorvolle Kritik an Social-Media-Trends und gewinnt weiterhin an Fahrt. Die Macher stellen Abzeichen, Musik und Online-Ressourcen bereit, um die Bewegung am Leben zu halten. Die Beteiligung bleibt stabil: Jahr für Jahr tauschen Tausende ihre Profilbilder aus.

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