Automobilbranche drohen bis 2035 bis zu 225.000 weitere Jobverluste
Hildegund LachmannAutomobilbranche drohen bis 2035 bis zu 225.000 weitere Jobverluste
Die deutsche Automobilbranche steht vor massiven Arbeitsplatzverlusten. Im Mai 2023 warnte der Verband der Automobilindustrie (VDA) vor einem zusätzlichen Abbau von 225.000 Stellen bis 2035. In den vergangenen sechs Jahren ist bereits jeder siebte Arbeitsplatz in der Branche weggefallen.
Volkswagen plant, seine globale Belegschaft um 100.000 Mitarbeiter zu verringern – das entspricht etwa 15 Prozent der Beschäftigten. Vier deutsche Werke des Konzerns – Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm – könnten von Schließungen bedroht sein. Diese potenziellen Entlassungen sind in den bisherigen Prognosen des VDA noch nicht enthalten.
Tausende Beschäftigte in der Automobilindustrie müssen sich auf großflächige Stellenstreichungen einstellen. Forscherinnen wie Simone Kauffeld, Inhaberin des Lehrstuhls für Arbeits-, Organisations- und Sozialpsychologie an der TU Braunschweig, untersuchen die anhaltenden Herausforderungen der Branche.
Der VDA rechnet bis 2035 mit weiteren 225.000 Arbeitsplatzverlusten. Die geplanten Kürzungen bei Volkswagen könnten die Gesamtzahl noch weiter in die Höhe treiben. Die Belegschaft der Branche hat sich bereits in den letzten sechs Jahren deutlich verringert.
