Berlin verfehlt Wohnungsbauziele 2022 deutlich – nur 11.000 neue Wohnungen fertiggestellt
Hans-Werner HövelBerlin verfehlt Wohnungsbauziele 2022 deutlich – nur 11.000 neue Wohnungen fertiggestellt
Berlin vollendete 2022 nur knapp über 11.000 neue Wohnungen – ein Wert, der deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb. Im Baugewerbe der Hauptstadt war ein starker Rückgang bei Neubauten zu verzeichnen: Lediglich 9.524 Wohneinheiten entstanden, fast ein Drittel weniger als im Vorjahr.
Die Zahlen variierten zwischen den Berliner Bezirken beträchtlich. Treptow-Köpenick führte mit 1.891 fertiggestellten Wohnungen, gefolgt von Pankow mit 1.355 und Lichtenberg mit 1.343 Einheiten. Reinickendorf bildete das Schlusslicht mit nur 120 abgeschlossenen Wohnungen.
Von der Gesamtzahl entfielen 8.627 Einheiten auf Mehrfamilienhäuser, während es 804 Ein- und Zweifamilienhäuser waren. Sanierungen und Erweiterungen gewannen an Bedeutung: Hier wurden 1.503 Wohneinheiten fertiggestellt – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr.
Christian Gaebler, Berlins Bausenator, bezeichnete die Ergebnisse als „unbefriedigend“. Die Zahlen lägen unter den Prognosen von Fachleuten, so Gaebler, und unterstrichen die anhaltenden Herausforderungen auf dem Berliner Wohnungsmarkt.
Die Daten für 2022 zeigen eine klare Verlangsamung beim Neubau von Wohnraum. Zwar nahmen Sanierungen zu, doch die Gesamtzahl der fertiggestellten Wohnungen blieb gering. Die Verantwortlichen räumen ein, dass dringend Verbesserungen nötig sind – besonders vor dem Hintergrund einer weiter steigenden Nachfrage nach Wohnraum.







