Berliner Philharmonie vor Milliarden-Sanierung – doch wo spielt das Orchester zwischendurch?
George BenthinBerliner Philharmonie vor Milliarden-Sanierung – doch wo spielt das Orchester zwischendurch?
Die Berliner Philharmonie steht ab 2032 vor einer umfassenden Sanierung. Das Projekt zielt darauf ab, das Gebäude zu modernisieren, ohne die weltberühmte Akustik zu beeinträchtigen. Angesichts des knappen Haushalts der Stadt wird weiterhin über Kosten und Nutzen diskutiert.
Im Mittelpunkt der Renovierung stehen die Verbesserung des Brandschutzes und der Backstage-Bereiche. Die akustischen Qualitäten des Großen Saals müssen unverändert bleiben. Während der Bauarbeiten benötigt das Orchester ein temporäres Domizil für etwa 2.300 Zuschauer, das seinen hohen akustischen Ansprüchen gerecht wird.
Die Berliner Führung favorisiert das Internationale Congress Centrum (ICC) als Interimsstandort. Allerdings gibt es seitens des Orchesters Bedenken hinsichtlich der Akustik des ICC sowie dessen eigenem Sanierungsstand. Als Alternative wird der Flughafen Tempelhof gehandelt, wo ein 1,15-Milliarden-Euro-Plan vorsieht, in den historischen Hangars zwei neue Konzerthallen für einen achtjährigen Aufenthalt zu errichten.
Die endgültige Entscheidung könnte von der neuen Regierung abhängen. Unterdessen bleibt die Zukunft von Generalintendantin Andrea Zietzschmann ungewiss. Obwohl ihre Führung weitestgehend gelobt wird, läuft ihr Vertrag 2028 aus.
Die Sanierungs- und Umzugspläne sind noch nicht in trockenen Tüchern. Die Stadt muss finanzielle Zwänge mit den technischen Anforderungen des Orchesters in Einklang bringen. Eine Entscheidung wird erwartet, sobald die neue Regierung ihr Amt angetreten hat.
