25 June 2026, 12:15

Bildungsministerin Prien will Kinder besser vor Social Media und KI schützen

Vielleicht ein Alterslimit und 55 weitere Maßnahmen

Bildungsministerin Prien will Kinder besser vor Social Media und KI schützen

Bundesbildungsministerin Karin Prien begrüßt neue Vorschläge zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor den Gefahren sozialer Medien und künstlicher Intelligenz. Ein Katalog mit 56 Empfehlungen zielt darauf ab, digitale Teilhabe mit stärkeren Schutzmechanismen für junge Nutzer in Einklang zu bringen.

Fachleute fordern ein Verbot von Autoplay-Videos, personalisierten Feeds und Push-Benachrichtigungen auf Plattformen, da diese Funktionen die Aufmerksamkeit junger Nutzer ausnutzen und ihre gesunde Entwicklung in der digitalen Welt beeinträchtigen.

Als Alternativen zu einem vollständigen Verbot wurden zwei Modelle vorgeschlagen: ein gesetzliches Mindestalter von 13 Jahren oder plattformspezifische Altersbeschränkungen. Ein pauschales Verbot für unter 14-Jährige wurde als nicht umsetzbar abgelehnt.

Die Empfehlungen gehen jedoch über Plattformregulierung hinaus. Kinderärzte sollen bei Routineuntersuchungen über die Risiken sozialer Medien aufklären. Hebammen werden aufgefordert, werdende Eltern über Bildschirmzeiten für Säuglinge und übermäßige Handynutzung während der Schwangerschaft zu beraten. Schulen müssen bewährte Programme zur digitalen Medienkompetenz ausbauen.

Weitere Maßnahmen umfassen die Verankerung der Medienbildung für Eltern als gesetzliche Pflicht im Bürgerlichen Gesetzbuch. Auch Universitäten und berufliche Ausbildungen sollen künftig Medienkompetenz-Kurse für angehende Pädagogen vorsehen.

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Prien plant, die Ideen mit ihren EU-Amtskollegen und der Europäischen Kommission zu erörtern. Ziel ist eine europaweite Regulierung, um in allen Mitgliedstaaten einheitliche Schutzstandards zu schaffen.

Die Vorschläge kombinieren strenge Vorgaben für Plattformbetreiber mit Bildungsinitiativen und rechtlichen Anpassungen. Sie sollen junge Menschen schützen, ohne ihnen die Chancen der Digitalisierung vorzuenthalten. Priens Unterstützung deutet darauf hin, dass die Empfehlungen bald in konkrete Politik münden könnten.

Quelle