Brandenburgs Spargelsaison startet mit Rekordnachfrage und steigenden Kosten für Landwirte
Birgitt OttoBrandenburgs Spargelsaison startet mit Rekordnachfrage und steigenden Kosten für Landwirte
Brandenburgs Spargelsaison hat begonnen – erste Ernte pünktlich zu Ostern
Die ersten frischen Stangen wurden in Beelitz geschnitten und läuten damit offiziell den Start der Saison ein. Jürgen Jakobs, Vorsitzender des Beelitzer Spargelvereins, rechnet in diesem Jahr mit einer hohen Nachfrage der Kunden. Doch trotz des Optimismus stehen die Landwirte vor wachsenden finanziellen Belastungen.
Die Spargelfelder Brandenburgs haben sich seit 2020 von etwa 1.200 Hektar auf voraussichtlich 1.500 Hektar bis 2025 ausgeweitet. Regionen wie die Uckermark und die Prignitz profitieren von idealen Bodenbedingungen, während die Verbraucher zunehmend Wert auf regionale Produkte legen. Dennoch ist die insgesamt bewirtschaftete Fläche rückläufig, da günstige Importe den Markt überschwemmen.
Zu Saisonbeginn liegen die Preise zwischen 15 und 18 Euro pro Kilogramm, doch mit steigendem Angebot werden sie voraussichtlich sinken. Agrarministerin Hanka Mittelstädt nennt geopolitische Spannungen als Hauptgrund für die gestiegenen Energiekosten. Zusammen mit der jüngsten Erhöhung des Mindestlohns treiben sie die Lohnkosten in die Höhe. Allein die Dieselpreissprünge belasten Jürgen Jakobs' Betrieb alle zehn Tage mit zusätzlichen 5.000 Euro. Supermärkte wehren sich derweil gegen Preiserhöhungen, sodass die Landwirte Mühe haben, ihre steigenden Kosten zu decken.
Im Laufe der Saison werden die Preise voraussichtlich auf etwa 10 bis 12 Euro pro Kilogramm fallen. Doch zunächst müssen die Erzeuger die starke Nachfrage mit der Herausforderung verbinden, in einem hart umkämpften Markt profitabel zu bleiben. Die hohen Anfangspreise spiegeln sowohl die große Nachfrage als auch die finanzielle Belastung der Produzenten wider. Wenn mehr Spargel in die Läden kommt, könnten die Preise zwar sinken – doch die Landwirte werden weiterhin mit höheren Ausgaben und der Konkurrenz durch Importe zu kämpfen haben. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Brandenburgs Spargelbauern ihren Platz in einem zunehmend von Importen dominierten Markt behaupten können.






