18 April 2026, 22:19

Bruno, der Bär, der Deutschland veränderte: Warum wir am 26. Juni seiner gedenken

Aufblasbarer Bär mit einem Schild "Berlin gegen Nazis" vor Bäumen und Wolken im Hintergrund.

Bruno, der Bär, der Deutschland veränderte: Warum wir am 26. Juni seiner gedenken

Jährlich am 26. Juni: Bären-Gedenktag erinnert an Bruno, Deutschlands ersten wilden Bären seit über 170 Jahren

Der Bären-Gedenktag am 26. Juni markiert den Todestag von Bruno, des ersten wilden Bären in Deutschland seit mehr als 170 Jahren. Gleichzeitig soll der Tag die Öffentlichkeit über eine mögliche Rückkehr der Tiere in das Land aufklären. Während in den USA manche den Tag mit Schokoladenpudding oder tropischen Cocktails feiern, gedenken andere in Bayern dem umstrittenen Ende Brunos.

Bruno, auch JJ1 genannt, wanderte 2006 aus Italien nach Deutschland ein und wurde so zum ersten wilden Bären, der seit 1835 im Land gesichtet wurde. Seine Reise sorgte für Aufsehen, doch die Sorge wuchs, als er unterwegs Nutztiere riss.

Am 26. Juni 2006 ordneten die bayerischen Behörden schließlich die Erlegung Brunos in der Nähe der Rotwand im Gebiet Spitzingsee an. Sein Tod löste eine Debatte über Artenschutz und den Konflikt zwischen Mensch und Wildtier aus. Anschließend wurde sein Körper präpariert und ist heute im Münchner Museum Mensch und Natur ausgestellt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Stiftung für Bären initiierte 2007 den Bären-Gedenktag. Die Kampagne regt dazu an, sich über Bären zu informieren und ihre mögliche Rückkehr in deutsche Wälder zu akzeptieren. Der 26. Juni fällt zudem mit anderen Gedenktagen zusammen, etwa dem Nationalen Kanutag in Kanada oder dem Nationalen Schokoladenpudding-Tag in den USA.

Brunos Geschichte bleibt ein prägendes Kapitel der deutschen Wildtiergeschichte. Der jährliche Gedenktag hält die Diskussion über das Zusammenleben mit großen Raubtieren wach. Unterdessen zieht sein ausgestelltes Präparat im Münchner Museum weiterhin Besucher in seinen Bann.

Quelle