CDU-Politiker Heuer löst mit AfD-Foto eine politische Kontroverse aus
George BenthinCDU-Politiker Heuer löst mit AfD-Foto eine politische Kontroverse aus
Ein Foto des CDU-Politikers Guido Heuer mit Ulrich Siegmund von der AfD sorgt in Berlin für Aufsehen. Die Aufnahme zeigt Heuer, wie er Siegmund die Hand auf die Schulter legt, während er in dessen Mikrofon spricht. Der Moment hat eine hitzige Debatte über die schwindende politische Distanz zwischen etablierten Parteien und der rechtsextremen AfD ausgelöst.
Der Vorfall ereignete sich während einer Podiumsdiskussion, als ein Mikrofon versagte. Heuer und Siegmund beugten sich zueinander, um das Problem zu lösen – dabei entstand die umstrittene Aufnahme. Die CDU tut sich seitdem schwer mit einer Erklärung; einige Mitglieder bezeichnen das Foto als ein „massives Problem“.
ZDF-Moderator Markus Lanz kritisierte die übertriebene Ächtung von AfD-Politikern durch andere. Gleichzeitig warfen die Grünen der CDU vor, es sei „keine Distanz mehr erkennbar“ zwischen den beiden Parteien. Eva von Angern, Fraktionschefin der Linken auf Landesebene, erklärte gar: „Die Hand eines Demokraten hat nichts auf der Schulter eines AfD-Mannes zu suchen.“
Der politische Brandschutz in Berlin bröckelt zunehmend – viele halten seinen Zusammenbruch für unvermeidlich. Der wachsende Einfluss der AfD, die bundesweit aktuell bei 29 Prozent in Umfragen liegt, verstärkt den Druck. Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September gilt sogar eine absolute Mehrheit für die Partei als möglich.
Das Foto hat die Sorgen vor einer Normalisierung der AfD in der deutschen Politik weiter verschärft. Die CDU steht in der Kritik, der rechtsextremen Partei zu nahe zu stehen. Beobachter verweisen darauf, dass sich die politische Landschaft in Deutschland rasant verändert.






