31 May 2026, 04:24

CDU-Wähler gespalten: Soll die Brandmauer gegen AfD und Linke fallen?

Umfrage: Union-Anhänger könnten bei Bedarf mit der Linken kooperieren

CDU-Wähler gespalten: Soll die Brandmauer gegen AfD und Linke fallen?

Eine neue Umfrage zeigt tiefe Spaltungen unter CDU-Anhängern bei der Frage möglicher Koalitionen vor den anstehenden Landtagswahlen in Deutschland. Die Partei hat zwar eine Zusammenarbeit mit der Linken oder der AfD kategorisch ausgeschlossen, doch die Wähler bleiben in dieser Frage gespalten. Die von Insa durchgeführte Erhebung unterstreicht die Herausforderungen, die bei der Regierungsbildung in Schlüsselregionen wie Sachsen-Anhalt bevorstehen.

Die CDU hatte kürzlich bekräftigt, auf keiner Ebene Koalitionen mit der Linken oder der AfD eingehen zu wollen. Diese Haltung, oft als „Brandmauer“ bezeichnet, zielt darauf ab, die rechtspopulistische AfD von der Macht fernzuhalten. Dennoch lehnen fast die Hälfte der CDU-Sympathisanten diesen Kurs ab.

Eine aktuelle Insa-Umfrage, die zwischen dem 28. und 29. Mai mit 1.003 Teilnehmern durchgeführt wurde, ergab, dass 48 Prozent der Unionsanhänger einer Koalition mit der Linken den Vorzug geben würden. Gleichzeitig sprachen sich 27 Prozent für ein Bündnis mit der AfD aus. Die Ergebnisse zeigten zudem, dass 45 Prozent aller Befragten der Meinung sind, die Brandmauer-Politik komme der AfD sogar zugute, indem sie deren antiestablishment Image verstärkt.

In Sachsen-Anhalt, wo keine Partei mit einer absoluten Mehrheit rechnet, haben Verantwortliche die Tür für alternative Lösungen offen gelassen. Eine Minderheitsregierung bleibt eine Option, und eine fallweise Zusammenarbeit mit der Linken wird nicht ausgeschlossen. Diese Flexibilität könnte entscheidend werden, falls weder die CDU noch ihre traditionellen Partner genug Sitze für eine Alleinregierung erringen.

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Die Umfrageergebnisse deuten auf einen schwierigen Weg zur Regierungsbildung nach den Landtagswahlen hin. Da fast die Hälfte der CDU-Wähler einer Allianz mit der Linken aufgeschlossen gegenübersteht und eine bedeutende Minderheit die AfD bevorzugt, gerät die Parteiführung unter Druck, ihre strikte Haltung zu überdenken. Die Fehlerquote der Umfrage liegt bei plus/minus 3,1 Prozentpunkten, was Spielraum für Verschiebungen in der öffentlichen Meinung bis zur Wahl lässt.

Quelle