Chaos beim Fusion-Festival: Drogen, Brände und Polizeigroßeinsatz in Neustrelitz
Hans-Werner HövelChaos beim Fusion-Festival: Drogen, Brände und Polizeigroßeinsatz in Neustrelitz
Fusion-Festival bei Neustrelitz: Drogen, Ausschreitungen und Polizeieinsätze
Das diesjährige Fusion-Festival in der Nähe von Neustrelitz war von zahlreichen Störungen und Polizeieinsätzen geprägt. Die Behörden meldeten drogenbedingte Straftaten, Ordnungswidrigkeiten und eine vorübergehende Evakuierung der Besucher. Zudem führten Beamte während der Veranstaltung Verkehrskontrollen und stichprobenartige Überprüfungen durch.
Bereits am Donnerstagabend gab es einen frühen Rückschlag, als Brände eine vorübergehende Unterbrechung des Festivals erzwangen. Aus Sicherheitsgründen wurden alle Besucher auf das benachbarte Flugfeld gebracht. Die Veranstaltung wurde erst fortgesetzt, nachdem die Behörden die Lage als sicher eingestuft hatten.
Die Polizei war mit einem großen Aufgebot vor Ort: Rund 70 Bundesbeamte waren am Bahnhof Neustrelitz stationiert. Bei den Kontrollen registrierten sie zehn Straftaten und einen Ordnungswidrigkeitsverstoß, meist im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln. Zollbeamte leiteten zudem 24 Strafverfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz und dem Cannabiskonsumgesetz ein. Beschlagnahmt wurden unter anderem Ecstasy-Tabletten, Kokain und Amphetamine.
Auch Vandalismusfälle wurden gemeldet, darunter Graffiti an einem mobilen Polizeiposten. Ein Beamter erlitt leichte Verletzungen, nachdem er bei dem Versuch, die Schäden zu filmen, angegriffen worden war. Zudem erstatteten die Behörden in acht Fällen Anzeige wegen Drogenbesitzes oder -handels.
Bei Verkehrskontrollen im Umfeld des Festivalgeländes wurden 48 Fahrer unter Drogeneinfluss ermittelt. Bei einer Person stellte sich zudem heraus, dass sie sich illegal in Deutschland aufhielt.
Das Festival endete mit einer deutlichen Bilanz der Polizei: Drogendelikte, öffentliche Rüpelhaftigkeit und Verkehrsverstöße prägten die Einsätze. Mehrere Ermittlungen laufen noch, und gegen Beschuldigte könnten Anklagen erhoben werden. Die vorübergehende Evakuierung unterstrich die Herausforderungen, die mit der Sicherheit bei Großveranstaltungen einhergehen.
