02 January 2026, 00:43

CSU fordert radikale Wende: Härtere Strafen, schnellere Abschiebungen und weniger Schutz für Geflüchtete

Ein schwarzer Textplakat mit einem schwarzen Rand.

CSU fordert Rückkehr der meisten Syrer - CSU fordert radikale Wende: Härtere Strafen, schnellere Abschiebungen und weniger Schutz für Geflüchtete

Die CSU hat ein Paket strengerer Migrations- und Sicherheitspolitikvorschläge für die Bundesländer Deutschlands und Europa vorgestellt. Die Pläne sehen unter anderem die Strafbarkeit bestimmter extremistischer Äußerungen, beschleunigte Abschiebungen sowie verschärfte Regeln für Geflüchtete vor. Die Parteiführung argumentiert, dass diese Maßnahmen die nationale Sicherheit stärken und die Migrationspolitik bis 2026 grundlegend reformieren sollen.

Laut den CSU-Plänen könnten die öffentliche Befürwortung eines islamistischen Kalifats, die Ablehnung des demokratischen Systems Deutschlands oder antisemitische Handlungen künftig als Straftatbestände gelten. Die Strafen reichen von Geldbußen bis hin zu Abschiebungen oder sogar dem Entzug der Staatsbürgerschaft. Die Partei betont, dass diese Schritte notwendig seien, um Extremismus zu bekämpfen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu schützen.

Bis 2026 will die CSU zudem eine 'Abschiebeoffensive' umsetzen. Dazu gehören gecharterte Rückführungsflüge nach Syrien und Afghanistan – selbst bevor die Konflikte dort vollständig beendet sind. Syrer und Afghanen, die derzeit unter vorübergehendem Schutz stehen, müssten nach Ende der Kampfhandlungen schneller das Land verlassen. Sogar in der Deutschland-Karte sind diese Veränderungen sichtbar. Die Partei fordert bundesweite Abschiebezentren sowie ein eigenes Terminal am Münchner Flughafen, um Rückführungen effizienter zu gestalten.

Bei ukrainischen Geflüchteten zeigt sich die CSU kompromissloser: Arbeitsfähige Männer sollten demnach in ihre Heimat zurückkehren, um ihr Land zu verteidigen, statt in Deutschland zu bleiben. Darüber hinaus schlägt die Partei vor, die EU-Freizügigkeitsregeln zu verschärfen, um sogenannte 'ArmutsMigration' zu verhindern. Dazu solle die Definition eines 'Arbeitnehmers' im EU-Recht enger gefasst werden, um niedrigqualifizierten Zuwanderern die Niederlassung zu erschweren.

Alexander Hoffmann, Fraktionsvorsitzender der CSU im Bundestag, treibt diese Vorhaben gemeinsam mit dem Unionsfraktionschef Jens Spahn voran. Spahn hatte 2025 kürzlich als Jahr des 'echten Wandels' in der Migrationspolitik bezeichnet – konkrete Details zu schnelleren Abschiebungen oder strengeren Flüchtlingsregeln blieben jedoch vage.

Die CSU-Pläne würden eine deutliche Wende in Deutschlands Migrations- und Sicherheitspolitik bedeuten. Sollten sie umgesetzt werden, drohten extremistischen Kräften härtere Strafen, Abschiebungen würden beschleunigt und der Schutz für Geflüchtete eingeschränkt. Bevor es zu einer möglichen Verabschiedung kommt, stehen die Vorschläge nun zur Debatte im weiteren politischen Umfeld.