Daiichi Sankyo setzt auf Bayern mit Milliardeninvestition trotz Politik-Kritik
George BenthinDaiichi Sankyo setzt auf Bayern mit Milliardeninvestition trotz Politik-Kritik
Daiichi Sankyo kündigt Milliardeninvestition in Bayern an
Der japanische Pharmakonzern Daiichi Sankyo hat eine große Erweiterung seines Forschungs- und Produktionsstandorts in Pfaffenhofen, Bayern, angekündigt. Das Unternehmen plant, rund eine Milliarde Euro in das Projekt zu investieren – eine der größten Einzelinvestitionen in seiner Unternehmensgeschichte.
Die Entscheidung fällt trotz wachsender Kritik an der deutschen Gesundheitspolitik. Benoit Creveau, der Deutschland-Chef des Konzerns, bezeichnete den Entwurf für die Krankenkassenreform als „enttäuschend“. Gleichzeitig betonte er, dass Deutschland für Daiichi Sankyo weiterhin ein zentraler Markt bleibe.
Creveau bestätigte das feste Engagement des Unternehmens für den Ausbau in Pfaffenhofen. Der Standort ist bereits das größte Werk von Daiichi Sankyo außerhalb Japans. Während andere Pharmaunternehmen ihre Investitionen in Deutschland zurückfahren, treibt Daiichi Sankyo die Pläne konsequent voran.
Zu den entscheidenden Faktoren zählen laut Unternehmen auch die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, der Zugang zu Fachkräften und zuverlässige Zulieferer. Als zweitgrößter Arzneimittelhersteller Japans mit einem Jahresumsatz von etwa 11,5 Milliarden Euro sieht der Konzern langfristiges Potenzial in der Region.
Die Investition in Höhe von einer Milliarde Euro wird die Kapazitäten in Pfaffenhofen deutlich ausbauen – sowohl in der Forschung als auch in der Produktion. Damit festigt Daiichi Sankyo seine Präsenz in Deutschland, trotz politischer Bedenken. Das Projekt soll die Standortkompetenz nachhaltig stärken.
