Deutsche Bahn behebt Personalmangel in Stellwerken – weniger Verspätungen und Ausfälle
George BenthinDeutsche Bahn behebt Personalmangel in Stellwerken – weniger Verspätungen und Ausfälle
Deutschlands Schienennetz verzeichnet Fortschritte bei der Besetzung der Stellwerke – Verspätungen und Ausfälle gehen zurück
Die Personaldecke in den Stellwerken des deutschen Schienennetzes hat sich spürbar verbessert, was die seit langem bestehenden Verspätungen und Zugausfälle verringert. Die Bundesnetzagentur hat kürzlich Fortschritte festgestellt und nach Jahren anhaltenden Personalmangels weitere Strafandrohungen zurückgenommen. Diese Wende folgt einer groß angelegten Nachwuchsoffensive von DB InfraGO, der Infrastrukturtochter der Deutschen Bahn.
Jahre lang hatten fehlende Fahrdienstleiter in den Leitstellen und Stellwerken zu massiven Betriebsstörungen geführt. Private Eisenbahnunternehmen und Branchenverbände kritisierten den Personalmangel wiederholt – mit der Folge, dass die Bundesnetzagentur Strafen verhängte. Als Reaktion startete DB InfraGO eine ehrgeizige Einstellungskampagne.
Bis Dezember 2025 hatte das Unternehmen rund 2.200 neue Stellwerksmitarbeiter rekrutiert und ausgebildet – ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Anstrengungen zahlten sich aus: Zu Beginn des Jahres 2026 erreichte die bundesweite Personalausstattung im Schnitt 100 Prozent.
Zwar kann es vereinzelt noch zu Engpässen kommen, doch insgesamt hat sich die Lage stabilisiert. Die Entscheidung der Behörde, auf weitere Sanktionen zu verzichten, spiegelt diese positive Entwicklung wider. Die Deutsche Bahn will nun weiterhin Fachkräfte gewinnen und gleichzeitig die Modernisierung der Signal- und Leittechnik vorantreiben.
Durch die Personaloffensive sind die Stellwerke in ganz Deutschland nun voll besetzt. Mit weniger Personalengpässen dürften sich auch Verspätungen und Zugausfälle verringern. Der Fokus liegt nun darauf, diese Fortschritte zu sichern und die veraltete Infrastruktur zu erneuern.






