Deutsche Bahn setzt auf KI und schließt 100 Filialen bis 2026
Hildegund LachmannDeutsche Bank setzt auf KI und reduziert weiter das Filialnetz - Deutsche Bahn setzt auf KI und schließt 100 Filialen bis 2026
Deutsche Bahn treibt digitale Neuausrichtung im Privatkundengeschäft voran
Die Deutsche Bahn setzt ihre umfassende Digitalisierungsoffensive im Bereich der Privatkunden fort. Dazu gehören ein neuer KI-gestützter Assistent sowie weitere Filialschließungen. Ziel ist es, Routineaufgaben vermehrt online abzuwickeln, während persönliche Beratung bei komplexen Finanzfragen erhalten bleibt.
Noch in der zweiten Jahreshälfte wird die Bahn einen KI-basierten virtuellen Assistenten in ihrer App einführen. Dieser soll Standardanfragen der Kunden bearbeiten und so Mitarbeiter entlasten, die sich stärker auf individuelle Beratung konzentrieren können. Parallel plant die Deutsche Bahn, ihr Filialnetz bis Ende 2026 um weitere 100 Standorte zu reduzieren – dann verblieben noch rund 650 Filialen.
Die Maßnahme knüpft an frühere Filialkürzungen an und ist Teil einer übergeordneten Strategie, administrative Abläufe zu verschlanken. Langfristig werde weniger Personal benötigt, doch die Bahn setzt auf natürliche Fluktuation statt auf Entlassungen. Ein zentrales Ziel ist es, die aktive Nutzung der App unter den 19 Millionen Deutschlandticket-Nutzern in Deutschland zu steigern.
Künftig sollen sich die Filialen auf anspruchsvolle Dienstleistungen wie Baufinanzierungsberatung und Anlageplanung konzentrieren. Der Wandel spiegelt die wachsende Bedeutung digitaler Effizienz wider, ohne dabei die persönliche Betreuung bei hochwertigen Transaktionen zu vernachlässigen.
Die Veränderungen werden das Privatkundengeschäft der Deutschen Bahn grundlegend verändern: KI-Tools übernehmen einfache Anfragen, während sich die Mitarbeiter auf spezialisierte Beratung fokussieren. Mit weniger Filialen und mehr digitalen Nutzern erwartet die Bahn in den kommenden Jahren einen schlankeren und effizienteren Betrieb.