17 April 2026, 12:22

Deutsche wollen Gesundheitschecks beim Einkaufen – doch Qualität bleibt fraglich

Eine Supermarktregal mit verschiedenen Lebensmitteln.

Deutsche wollen Gesundheitschecks beim Einkaufen – doch Qualität bleibt fraglich

Eine neue Umfrage von Deloitte zeigt, dass viele Deutsche mit ihren aktuellen Gesundheitsversorgungsmöglichkeiten unzufrieden sind. Rund ein Drittel der Befragten äußerte Frust über die Verfügbarkeit medizinischer Leistungen. Besonders lange Wartezeiten auf Termine wurden als Hauptgrund für die Unzufriedenheit genannt.

Die Studie ergab, dass 60 Prozent der Teilnehmer künftig gesundheitsbezogene Dienstleistungen im Einzelhandel in Anspruch nehmen würden. Diagnostische Untersuchungen wie Augen- oder Hautchecks waren dabei mit 43 Prozent die beliebteste Wahl – noch vor Telemedizin oder dem Kauf rezeptfreier Medikamente. Bequemlichkeit scheint ein entscheidender Faktor zu sein: 52 Prozent gaben an, sie würden ihr übliches Geschäft wechseln, wenn dort während des Einkaufs Gesundheitsleistungen angeboten würden.

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Einzelhändler könnten profitieren, indem sie ihr Sortiment in der Nähe von Gesundheitsdienstleistungen erweitern. Besonders groß war das Interesse der Kunden an Nahrungsergänzungsmitteln, Naturheilmitteln und medizinischen Hilfsmitteln. Drogeriemärkte wurden von 39 Prozent der Befragten als bester Standort für solche Angebote genannt, gefolgt von Einkaufszentren mit 25 Prozent und Supermärkten mit 17 Prozent.

Trotz des Interesses nannten fast die Hälfte derjenigen, die Einzelhandels-Gesundheitsleistungen ablehnen, Bedenken hinsichtlich der Qualität. Die Umfrage betonte jedoch, dass der Einzelhandel klare Vorteile bietet – darunter kürzere Wartezeiten, günstige Standorte und eine einfachere Terminvereinbarung.

Die Ergebnisse deuten auf einen möglichen Wandel hin, wie Deutsche künftig Gesundheitsleistungen nutzen könnten. Einzelhändler, die vertrauenswürdige und hochwertige Angebote machen, könnten so neue Kunden gewinnen und ihr Sortiment ausbauen. Noch bleiben Qualitätsbedenken für manche Verbraucher jedoch eine Hürde.

Quelle