29 June 2026, 12:35

Deutschlands WM-Bilanz: Zwischen Hoffnungsträgern und alten Defiziten

Keine Entschuldigungen dieses Mal

Deutschlands WM-Bilanz: Zwischen Hoffnungsträgern und alten Defiziten

Deutschlands WM-Auftritt zeigt Stärken und anhaltende Schwächen

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Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft sowohl Licht als auch Schatten gezeigt: Ein knappes 2:1 gegen die Elfenbeinküste stand einem 1:2 gegen Ecuador gegenüber – und legte damit weiterhin bestehende Probleme offen. Die Leistungen werfen vor dem Turnier 2026 Fragen zur Taktik und Defensive auf.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte sich für die WM 2026 eine ruhige, rein sportliche Vorbereitung gewünscht. Doch die jüngsten Spiele deuten auf tiefere strukturelle Defizite hin. Der 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste war vor allem den Einwechselspielern Deniz Undav und Nadiem Amiri zu verdanken, die für den nötigen Schwung sorgten. Besonders Nathaniel Brown und Undav überzeugten durch ihre Explosivität und Dynamik im Angriff.

Die 1:2-Niederlage gegen Ecuador offenbarten jedoch erneut die Abwehrschwächen – insbesondere auf der rechten Seite mit Joshua Kimmich und im Tor mit Manuel Neuer. Julian Nagelsmann räumte vor dem Spiel gegen Paraguay ein, dass die Mannschaft Probleme mit der körperlichen Präsenz und in Zweikämpfen habe. Rudi Völler blieb vor der Partie gelassen, obwohl Paraguay in der Qualifikation beeindruckende Siege gegen Brasilien und Argentinien gefeiert hatte.

Historisch stark gegen favorisierte Gegner, zeigt Deutschland gegen taktisch disziplinierte Teams oft Schwächen. Der Angriff, geprägt von ähnlichen Spielertypen, wirkt vor allem bei überfülltem Zentrum berechenbar. DFB und Öffentlichkeit könnten die Ausmaße dieser Probleme in den vergangenen Weltmeisterschaften unterschätzt haben.

Die unbeständigen Leistungen der Mannschaft legen klare Schwachstellen offen: Defensivdefizite und mangelnde taktische Flexibilität bleiben Herausforderungen. Bis zur WM 2026 gilt es, diese dringend zu beheben.

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