"Die Linke" verdoppelt Mitgliederzahl – jetzt zielt sie auf Berlins Wahlerfolg
Hildegund LachmannSpitzenkandidaten der Linkspartei laufen bei der Juni-Konferenz erneut - "Die Linke" verdoppelt Mitgliederzahl – jetzt zielt sie auf Berlins Wahlerfolg
Die Linke verzeichnet einen deutlichen Mitgliederschub – innerhalb des vergangenen Jahres hat sich die Zahl mehr als verdoppelt. Die beiden Parteivorsitzenden Ines Schwerdtner und Jan van Aken, die seit Oktober 2024 im Amt sind, wollen die gestiegene Bedeutung der Partei nutzen, um vor den anstehenden Wahlen an Einfluss zu gewinnen. Im Fokus stehen der Sieg bei der Berliner Wahl sowie die Eindämmung des AfD-Zulaufs in Ostdeutschland.
Die Mitgliederzahl kletterte von 58.532 Ende 2024 auf 123.126 zum Jahresende 2025. Dieser rasante Anstieg fällt in die Zeit, in der Schwerdtner und van Aken auf dem Bundesparteitag in Potsdam im Juni 2026 ihre Wiederwahl als Doppelspitze anstreben.
Die Linke hat klare Ziele für das kommende Jahr gesteckt. In Berlin wird Elif Eralp als Spitzenkandidatin die Kampagne für die Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026 anführen. Die Partei will sich als Kraft positionieren, die sich den alltäglichen Problemen der Menschen annimmt und praktikable Lösungen anbietet.
Über die Hauptstadt hinaus setzt sich Die Linke entschlossen dafür ein, den Aufstieg der AfD in Ostdeutschland zu stoppen. Schwerdtner und van Aken betonen, wie wichtig eine starke und sichtbare Präsenz in den Regionen ist, in denen die rechtspopulistische Partei an Boden gewinnt.
Auf dem Bundesparteitag im Juni wird über die künftige Führung und die politische Ausrichtung der Partei entschieden. Mit wachsender Mitgliederbasis und einer klaren Wahlstrategie drängt Die Linke darauf, in Berlin und darüber hinaus wieder an Gewicht zu gewinnen. Die Abgeordnetenhauswahl 2026 wird zeigen, ob es gelingt, den aktuellen Schwung in Wahlerfolge umzumünzen.