09 June 2026, 22:24

Elektrifizierung der Mitteldeutschland-Strecke verschiebt sich auf 2028 – und das kostet uns alle

BSW fordert beschleunigte Erweiterung der Mitte-Deutschland-Verbindung

Elektrifizierung der Mitteldeutschland-Strecke verschiebt sich auf 2028 – und das kostet uns alle

Elektrifizierung der Mitteldeutschland-Strecke verzögert sich weiter – Baubeginn erst 2028

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Die Pläne zur Elektrifizierung der wichtigen Mitteldeutschland-Verbindung haben weitere Verzögerungen erlitten, sodass der Baubeginn nun frühestens 2028 erfolgen soll. Das Projekt, das als entscheidend für schnellere Verbindungen zwischen Sachsen und Westdeutschland gilt, scheitert derzeit an fehlenden finanziellen Mitteln. Die BSW-Landtagsfraktion in Thüringen fordert die Bundesregierung auf, schnell zu handeln.

Die Mitteldeutschland-Strecke sollte den Fernverkehr von Chemnitz und Dresden über Erfurt in die Rhein-Main-Region und das Ruhrgebiet deutlich beschleunigen. Eine vollständige Elektrifizierung würde schnellere Zugverbindungen ermöglichen, doch das Vorhaben stockt seit Monaten.

Ursprünglich war der Baustart für dieses Jahr vorgesehen. Das Bundesverkehrsministerium bestätigte jedoch, dass aktuell keine Haushaltsmittel zur Verfügung stehen. Daher wurde der Beginn auf 2028 verschoben – mit der vollständigen Elektrifizierung wird nun frühestens 2032 gerechnet.

Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der BSW, betonte die Dringlichkeit der Elektrifizierung auf der Teilstrecke zwischen Weimar, Jena, Gera und Gößnitz. Zudem forderte er den teilweisen Ausbau auf zweigleisige Abschnitte, um die Kapazitäten zu erhöhen. Die geschätzten Kosten allein für diesen Abschnitt belaufen sich auf 544 Millionen Euro.

Insgesamt fehlen noch rund zwei Milliarden Euro für verschiedene Schienenprojekte bis 2029, darunter auch die Strecke Weimar–Gera–Gößnitz. Die BSW-Fraktion drängt weiterhin auf höhere Bundesinvestitionen, um das Projekt voranzubringen.

Ohne zusätzliche Mittel bleibt die Mitteldeutschland-Verbindung vorerst unvollendet. Die Verzögerungen bedeuten, dass schnellere Verbindungen zwischen Thüringen, Sachsen und Westdeutschland weiter auf sich warten lassen. Die BSW besteht darauf, dass die Bereitstellung der fehlenden zwei Milliarden Euro entscheidend für die Zukunft des Projekts ist.

Quelle