Elektroautos boomen – doch Preis und Ladeinfrastruktur bremsen die Wende aus
Hildegund LachmannElektroautos boomen – doch Preis und Ladeinfrastruktur bremsen die Wende aus
Elektroautos gewinnen an Boden, doch hohe Kosten und Ladeprobleme bremsen Käufer aus
Eine neue Umfrage zeigt: 64 Prozent der potenziellen Kunden sehen den Anschaffungspreis als größte Hürde beim Kauf eines Elektroautos. Gleichzeitig betonen Händler, dass Lücken in der Ladeinfrastruktur und bei der Batterietechnik die wichtigsten Herausforderungen für eine breitere Verbreitung sind.
Benzinfahrzeuge bleiben zwar mit 29 Prozent die beliebteste Wahl unter den Händlern, doch Elektroautos haben erstmals den zweiten Platz erreicht – 21 Prozent bevorzugen sie mittlerweile. Dieser Wandel zeigt sich auch darin, dass 34 Prozent der aktuellen Verbrenner-Fahrer für ihr nächstes Fahrzeug auf einen alternativen Antrieb umsteigen möchten.
Preis und Reichweite entscheiden über den Kauf Für 31 Prozent der Käufer ist der Preis der entscheidende Faktor, 30 Prozent legen den Fokus auf die Reichweite pro Ladung. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) sieht zudem zu wenige Ladestationen als großes Hindernis. Um sich ihr nächstes Auto leisten zu können, wollen 36 Prozent auf Leasing oder Kredite zurückgreifen.
Auch die Händler teilen diese Bedenken: Zwar glauben 52 Prozent, dass staatliche Förderungen den Absatz ankurbeln, doch 71 Prozent erwarten, dass diese Subventionen die Fahrzeugpreise weiter in die Höhe treiben. Fast 80 Prozent fordern mehr Ladestationen, und 77 Prozent wünschen sich bessere Batterietechnik. Zudem sind sie sich einig, dass zuverlässige Wiederverkaufswerte und transparente Berichte über den Batteriezustand Elektroautos attraktiver machen würden.
Fazit: Interesse wächst, doch es fehlt an Infrastruktur und bezahlbaren Modellen Die Umfrage belegt ein steigendes Interesse an Elektroautos, doch Kosten und mangelnde Ladeinfrastruktur bleiben Hindernisse. Sowohl Händler als auch Käufer betonen den Bedarf an mehr Ladestationen und besserer Batterieleistung. Ohne diese Veränderungen könnte der Umstieg von Benzin und Diesel trotz wachsender Nachfrage nach Alternativen nur langsam vorankommen.






