17 April 2026, 20:20

Preistransparenz an Ladesäulen: Was E-Auto-Fahrer jetzt wissen müssen

Elektroauto-Ladestation in Japan mit Autos auf der Straße, Verkehrskegel, einer Person auf dem Gehweg, einem Schuppen, Polen, Lampen, Schildern, Bäumen, Pflanzen und einem Himmel im Hintergrund.

Preistransparenz an Ladesäulen: Was E-Auto-Fahrer jetzt wissen müssen

Neue Regeln verlangen von Ladesäulen in Deutschland die vollständige Preistransparenz vor dem Ladevorgang

Seit April 2024 gelten in Deutschland neue Vorschriften, die Betreiber von Ladestationen verpflichten, alle Preisinformationen anzuzeigen, bevor Fahrzeughalter mit dem Laden beginnen. Die Änderungen sollen die Kosten für Nutzer von Elektrofahrzeugen klarer und nachvollziehbarer machen. Dazu gehört auch die Offenlegung sämtlicher Gebührenbestandteile – einschließlich möglicher Roaming-Entgelte.

Die neuen Transparenzregeln gehen auf die Europäische Verordnung über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (AFIR) zurück, die im April in Kraft trat. Schnellladestationen mit einer Leistung von 50 Kilowatt oder mehr müssen seitdem alle Preisbestandteile vor Beginn des Ladevorgangs auflisten. Andere Ladesäulen müssen die Kosten in einer festgelegten Reihenfolge darstellen: Zuerst der Preis pro Kilowattstunde, gefolgt von zeitabhängigen Gebühren und etwaigen Pauschalbeträgen.

Eine Anpassung des deutschen Preisrechts bringt die nationalen Bestimmungen nun in Einklang mit den europäischen Standards. Bisher fehlte den Behörden eine rechtliche Grundlage, um Betreiber bei intransparenter Preisgestaltung zu belangen. Das neue System sieht bei Verstößen Bußgelder von bis zu 100.000 Euro vor – orientiert am Vorbild der Telekommunikationsregulierung.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Auch Mobilitätsdienstleister sind nun verpflichtet, alle Preisinformationen digital offenzulegen, bevor das Laden beginnt. Während Verbraucherschützer wie der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) die Strafen begrüßen, fordern sie gleichzeitig präzisere Definitionen für "faire" Preise. Branchenvertreter warnen hingegen vor Herausforderungen bei der flächendeckenden Umsetzung vollständiger Transparenz in allen Ladenetzen.

Die überarbeiteten Vorschriften schließen eine rechtliche Lücke, die bisher undurchsichtige Preisgestaltung an Ladestationen ermöglichte. Autofahrer sehen nun alle Kosten, bevor sie den Stecker anschließen – das reduziert unerwartete Gebühren. Betreiber, die gegen die neuen Transparenzpflichten verstoßen, müssen mit Sanktionen rechnen.

Quelle