25 May 2026, 02:19

Elterngeld-Kürzung: Warum Familienverbände und Politiker alarmiert sind

 ehemalige Familienministerin Giffey warnt vor Kürzungen bei Elterngeld

Elterngeld-Kürzung: Warum Familienverbände und Politiker alarmiert sind

Elterngeld in Deutschland: Geplante Kürzungen sorgen für massive Kritik

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Die Leistungen für Elternzeit in Deutschland könnten im Rahmen breiterer Haushaltseinsparungen deutlich gekürzt werden. Familienministerin Karin Prien (CDU) plant Berichten zufolge eine Streichung von rund 350 Millionen Euro. Der Schritt hat bereits scharfe Kritik von Politiker:innen und Familienverbänden ausgelöst.

Die ehemalige Familienministerin Franziska Giffey (SPD) sprach sich entschieden gegen die geplanten Kürzungen aus. Sie betont, dass das Elterngeld ein zentrales Instrument des Arbeitsmarktes sei, das Eltern dabei helfe, Beruf und Familie besser zu vereinbaren. Zudem erleichtere die finanzielle Unterstützung – besonders Müttern – die Rückkehr in den Job.

Aktuelle Zahlen zeigen, dass 74 Prozent der Bezieher:innen von Elterngeld nach wie vor Frauen sind. Giffey setzt sich seit Langem für Reformen ein, um eine gerechtere Aufteilung zwischen den Partnern zu fördern. Auch Wolfgang Kubicki, designierter Vorsitzender der FDP, verurteilte die möglichen Kürzungen.

Britta Altenkamp, Vorsitzende des Zukunftsforums Familie (ZFF), nannte die Debatte über die Streichungen ein „verheerendes Signal“ für Familien. Die Kritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland die niedrigste Geburtenrate seit 1946 verzeichnet – mit Sorgen über die langfristigen Folgen solcher Maßnahmen.

Die geplante Kürzung des Elterngelds um 350 Millionen Euro bleibt umstritten. Gegner:innen argumentieren, sie könnte die Ungleichheit bei der Care-Arbeit verschärfen und Familien zusätzlich belasten. Angesichts historisch niedriger Geburtenzahlen könnte die Entscheidung auch die demografische Entwicklung weiter beeinträchtigen.

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