Energieberatung in MV boomt: Warum immer mehr Haushalte Rat suchen
Hans-Werner HövelHohes Interesse an Energieberatung - Energieberatung in MV boomt: Warum immer mehr Haushalte Rat suchen
Energieberatungsnachfrage in Mecklenburg-Vorpommern steigt stark an
In Mecklenburg-Vorpommern ist die Nachfrage nach Energieberatung in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Die Verbraucherzentrale des Landes verzeichnete einen starken Anstieg der Beratungsgespräche – allein 2025 fanden über 3.500 Sitzungen statt. Steigende Kosten und staatliche Förderprogramme bewegen immer mehr Haushalte dazu, sich zu Themen wie Heizung, erneuerbare Energien und Verträgen informieren zu lassen.
Die Zahl der Energieberatungen nimmt seit 2021 kontinuierlich zu. Damals führte die Verbraucherzentrale noch rund 5.000 jährliche Gespräche durch, doch bis 2023 stieg diese Zahl auf über 25.000 an. Auch 2025 setzte sich der Trend fort: Im vergangenen Jahr wurden 3.565 Beratungen dokumentiert – mehr als 1.000 mehr als in den Vorjahren.
Hauptgründe für den Anstieg sind die stark gestiegenen Energiepreise seit Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 sowie staatliche Förderangebote wie die KfW- und BAFA-Zuschüsse. Viele Haushalte kämpfen mit höheren Heizkosten und suchen nach modernen Heizsystemen oder erneuerbaren Alternativen. Zudem gab es 2025 insgesamt 505 Beratungen zu rechtlichen Fragen rund um Strom- und Gasverträge – im Schnitt 14 pro Werktag.
Wiebke Cornelius, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale, betonte die hohe Nachfrage nach Wohnen- und Energieberatung. Besonders einkommensschwache Haushalte suchten vermehrt Unterstützung. Die Landesregierung stellte 2025 rund 927.000 Euro zur Verfügung, um die Beratungsstelle in diesen herausfordernden Zeiten zu stärken.
Die Verbraucherzentrale bleibt eine zentrale Anlaufstelle für Bürger:innen, die sich in der Energiewende zurechtfinden müssen. Mit steigenden Beratungszahlen und gesicherter Förderung ist der Service weiterhin eine wichtige Hilfe – ob bei Heizkosten, erneuerbaren Energien oder Vertragsstreitigkeiten. Der Trend spiegelt die allgemeinen wirtschaftlichen Belastungen und die anhaltenden Veränderungen in der Energiepolitik wider.