Erfurter zeigen Solidarität mit Irans Protestbewegung gegen das Regime
Hans-Werner HövelRund 200 Menschen bei Iran-Protestkundgebung in Erfurt - Erfurter zeigen Solidarität mit Irans Protestbewegung gegen das Regime
Solidaritätskundgebung für Irans Proteste in Erfurt
Am Sonntag fand auf dem Anger in Erfurt eine Solidaritätskundgebung für die anhaltenden Proteste im Iran statt. Rund 200 Menschen versammelten sich, um die Demonstranten im Iran zu unterstützen, die ein Ende der Islamischen Republik fordern. Viele trugen Bilder von Reza Pahlavi, dem im Exil lebenden Kronprinzen, als Symbol für ihren Wunsch nach Veränderung.
Die Teilnehmenden in Erfurt hielten Schilder mit Botschaften wie „Wir sind der Iran, nicht die Islamische Republik“ hoch und skandierten Parolen gegen das aktuelle Regime. Ihre Demonstration spiegelte die wachsenden Unruhen im Iran wider, wo Menschenrechtsorganisationen in den vergangenen Monaten mindestens 2.500 Tote dokumentiert haben.
Reza Pahlavi, der älteste Sohn des letzten Schahs von Iran, ist seit langem eine prominente Stimme der Opposition gegen die Islamische Republik. Seit den 1980er-Jahren im US-Exil lebend, fordert er immer wieder demokratische Reformen – insbesondere während der großen Protestwellen 2017, 2019 und erneut seit 2022. Während der Proteste 2025/26 übernahm er eine noch sichtbarere Rolle, rief zu koordiniertem Handeln auf und präsentierte sich als Übergangsführer für ein demokratisches Iran der Zukunft.
Die Kundgebung in Erfurt zeigt die internationale Unterstützung für die Protestbewegung im Iran. Die Demonstranten betonten ihre Solidarität mit jenen, die im Iran ihr Leben riskieren, um gegen die Regierung zu kämpfen.
Das Ereignis in Erfurt unterstreicht die globale Dimension der iranischen Protestbewegung. Mit Bildern Pahlavis und Forderungen nach einem Regimewechsel griffen die Teilnehmenden die Rufe aus dem Inneren des Landes auf. Unterdessen halten die Berichte über Gewalt im Iran an – Tausende wurden bereits bei den Unruhen getötet.