24 January 2026, 04:33

Eskalation beim Hamburger Derby: Vuskovic gerät mit St.-Pauli-Fans aneinander

Ein Fussballspieler in einem Sportdress und Helm rennt mit dem Ball, während ihn andere Spieler verfolgen, mit einer Menge und einem Geländer im Hintergrund.

HSV-Trainer versteht Vuskovics Ärger nach Derby - Eskalation beim Hamburger Derby: Vuskovic gerät mit St.-Pauli-Fans aneinander

Das 113. Hamburger Stadtderby zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV endete mit einem torlosen Unentschieden. Abseits des Platzes kam es jedoch zu Spannungen, nachdem der 18-jährige HSV-Verteidiger Luka Vuskovic mit gegnerischen Fans und Spielern aneinandergeriet.

Der Streit begann, als St.-Pauli-Anhänger Vuskovic angeblich wegen der Dopingsperre seines Bruders provozierten.

Der junge Abwehrspieler gehörte während der Partie zu den besten Akteuren des HSV. Seine größte Chance ergab sich in der 54. Minute, als er nach einer Ecke mit einem kraftvollen Kopfball abschloss – doch St.-Pauli-Torhüter Nikola Vasilj hielt den Ball.

Nach dem Schlusspfiff stürmte Vuskovic wütend in Richtung Spielertunnel und forderte die St.-Pauli-Fans mit Gesten auf, ruhig zu sein. Späteren Berichten zufolge spuckte er im Flur aus, was zu einer Auseinandersetzung mit dem St.-Pauli-Verteidiger Karol Mets und Co-Trainer Uwe Klein führte. Auslöser waren Gesänge der Fans, die sich auf Vuskovics älteren Bruder Mario bezogen, der derzeit wegen eines Dopingvergehens gesperrt ist. Luka bezeichnete die Provokationen als respektlos und äußerte Frust über die persönlichen Angriffe. HSV-Trainer Merlin Polzin stellte sich hinter seinen Spieler und erklärte, die Belastung durch die Situation und die Last der Sperre seines Bruders hätten ihn mitgenommen. Polzin rief beide Vereine dazu auf, das Thema mit Feingefühl zu behandeln, während die Verantwortlichen des FC St. Pauli betonten, dass gegenseitiges Verständnis nötig sei, um eine weitere Eskalation zu vermeiden.

Das Derby endete zwar ohne Tore, hinterließ aber anhaltende Spannungen zwischen den Klubs. Vuskovics Reaktion unterstrich die emotionale Brisanz der Partie – besonders vor dem Hintergrund der Vorgänge abseits des Platzes. Nun müssen HSV und St. Pauli die Folgen der Auseinandersetzung aufarbeiten.