24 March 2026, 08:21

Evonik profitiert von Methionin-Knappheit – Aktie im Aufwind vor Quartalszahlen

Tortendiagramm, das die globale Kunststoffmarktverteilung nach Branchen im Jahr 2017 zeigt, mit Abschnitten, die nach Wachstumsprozenten bemessen sind, und begleitendem Text.

Evonik profitiert von Methionin-Knappheit – Aktie im Aufwind vor Quartalszahlen

Evoniks Aktienkurs steigt stark – Methionin-Knappheit treibt die Nachfrage

In den vergangenen Wochen ist der Aktienkurs von Evonik deutlich gestiegen, angetrieben durch einen weltweiten Mangel an Methionin. Die Versorgungsengpässe sind auf geopolitische Spannungen im Nahen Osten zurückzuführen, die die Produktionsketten beeinträchtigen. Anleger warten nun gespannt auf die Zahlen für das erste Quartal, die am 8. Mai 2026 veröffentlicht werden, um die weiteren finanziellen Auswirkungen besser einschätzen zu können.

Der Methionin-Markt steht seit zwei Jahren unter zunehmendem Druck. Die Nachfrage nach dem Futtermittelzusatz stieg zwischen 2024 und 2026 jährlich um 4 bis 6 Prozent, vor allem wegen der wachsenden Fleischproduktion in Asien. Besonders stark war der Anstieg in China und Südostasien, während Europa mit Preisschwankungen aufgrund instabiler Lieferketten zu kämpfen hatte.

Als Reaktion auf die angespannte Marktsituation kündigte Evonik eine globale Preiserhöhung von 10 Prozent für seine Methionin-Marke MetAMINO® an. Zusammen mit stabilen Energiepreisen dürfte dieser Schritt die EBITDA-Marge im Bereich Tierernährung steigern. Die Finanzzahlen für 2025 zeigten jedoch eine Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) von 6,1 Prozent – und verfehlten damit das mittelfristige Ziel von 11 Prozent.

Im Bereich Nachhaltigkeit brachte Evonik eine PFAS-freie Anti-Graffiti-Beschichtung auf den Markt, die strengere Umweltvorschriften erfüllt. Das anhaltende Interesse institutioneller Anleger zeigt sich auch an der jüngsten Meldepflicht von Goldman Sachs zu Stimmrechten. Zudem erhalten Aktionäre für 2025 eine Dividende von 1,00 Euro, wobei künftige Ausschüttungen ab 2026 bei 40 bis 60 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses liegen sollen.

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Die Preiserhöhung für Methionin und strenge Kostenkontrollen dürften die Profitabilität von Evonik in den kommenden Quartalen verbessern. Da institutionelle Investoren ihre Positionen halten und gleichzeitig neue umweltfreundliche Produkte auf den Markt kommen, werden die strategischen Weichenstellungen des Konzerns genau beobachtet. Der Quartalsbericht am 8. Mai wird weitere Klarheit über die Performance und die Aussichten bringen.

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