Fake-Mahnungen an Besitzer von Balkon-Solaranlagen: So erkennen Sie den Betrug
Hans-Werner HövelFake-Mahnungen an Besitzer von Balkon-Solaranlagen: So erkennen Sie den Betrug
Betrügerische Schreiben zielen auf Besitzer von Balkon-Solaranlagen ab – Behörden warnen vor Fake-Mahnungen
In ganz Deutschland werden derzeit gefälschte Schreiben an Besitzer von Balkon-Solaranlagen verschickt. Die betrügerischen Mitteilungen geben vor, vom Bundesnetzagentur zu stammen, und drohen Bußgelder für nicht angemeldete Anlagen an. Die Behörden haben nun eine Warnung herausgegeben, um Verbraucher vor dem Betrug zu schützen.
Die Masche nutzt die gesetzliche Pflicht aus, wonach Betreiber von Balkon-Solaranlagen ihre Module registrieren müssen. Nach deutschem Recht müssen die Anlagen innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister erfasst werden. Zudem sind jährliche Zählerstände zu übermitteln, um die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu erhalten.
In den gefälschten Schreiben wird den Empfängern vorgeworfen, ihre Anlage nicht registriert zu haben, und es wird eine „Gebühr“ von 41,60 Euro gefordert. Bei Nichtzahlung innerhalb von 14 Tagen droht ein angebliches „volles Bußgeld“ von 208 Euro. Die Bundesnetzagentur hat jedoch bestätigt, dass es sich um eine Fälschung handelt.
Mehrere Ungereimtheiten entlarven den Betrug: Die Schreiben enthalten falsche Absenderadressen, Telefonnummern und E-Mail-Angaben. Die Behörde rät allen, die solche Post erhalten, die Zahlungsaufforderung zu ignorieren. Stattdessen sollten Betroffene den Vorfall bei der Polizei anzeigen.
Die Bundesnetzagentur betont, dass über diese Schreiben keine echten Bußgelder verhängt werden. Besitzer von Balkon-Solaranlagen sollten offizielle Mitteilungen direkt bei der Behörde überprüfen. Durch das Melden der Betrugsversuche können die Ermittler die Verantwortlichen leichter ausfindig machen.







