FDP attackiert Senatspläne für Bremer Galopprennbahn: "Mehr Beton ist falsch"
George BenthinFDP attackiert Senatspläne für Bremer Galopprennbahn: "Mehr Beton ist falsch"
Die Bremer FDP hat die Pläne zur Bebauung der ehemaligen Galopprennbahn der Stadt scharf kritisiert. Parteivertreter argumentieren, dass der Vorschlag des Senats das Ergebnis eines Referendums aus dem Jahr 2019 ignoriert, bei dem sich die Bürger gegen eine Wohnbebauung des Geländes ausgesprochen hatten. Stattdessen fordert die FDP eine grüne, kulturelle und sportorientierte Nutzung der 30 Hektar großen Fläche.
Ole Humpich, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft, wies auf den Widerspruch in der Vorgehensweise des Senats hin. Er betonte, dass die geplante Bebauung im Kontrast zur eigenen Betonung der Regierung auf Klimaanpassung und Hitzeschutz stehe. Laut Humpich sei die Begründung, das derzeit brachliegende Gelände deswegen zu bebauen, wenig überzeugend.
Die FDP besteht darauf, dass Bremen nicht mehr Beton, sondern einen gut durchdachten, lebendigen Raum braucht. Ihr Konzept sieht vor, das Areal in einen Erholungs-, Sport- und Kulturstandort zu verwandeln. Die Partei ist überzeugt, dass dies – richtig umgesetzt – eine große Chance für den Osten Bremens darstellen könnte.
Um diese Vision zu verwirklichen, pocht die FDP auf eine professionelle Steuerung, bessere Infrastruktur und Kooperationen mit privaten Unternehmen. Zudem soll die Fläche als grüne Lunge für die Anwohner erhalten bleiben – im Einklang mit übergeordneten Umweltzielen.
Der Streit dreht sich darum, ob das Gelände bebaut oder als offener, gemeinwohlorientierter Raum bewahrt werden soll. Die Position der FDP stützt sich auf das Referendumsergebnis von 2019 und ihren Appell für ein nachhaltiges, langfristiges Konzept. Die nächsten Schritte des Senats werden entscheiden, wie das Areal in den kommenden Jahren genutzt wird.






