12 April 2026, 02:23

Studie enthüllt: Diese drei Faktoren entscheiden über Frauenbeschäftigung in Branchen

Eine Liniendiagramm, das die Anzahl der Zuschüsse je Geschlechterlücke im Zeitverlauf zeigt, begleitet von erklärendem Text.

Studie enthüllt: Diese drei Faktoren entscheiden über Frauenbeschäftigung in Branchen

Eine neue Studie des Deutschen Wirtschaftsinstituts (IW Köln) deckt die zentralen Faktoren auf, die die Beschäftigung von Frauen in verschiedenen Branchen beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen, wie Führungspositionen, Löhne und flexible Arbeitsmodelle die Berufswahl von Frauen prägen. Gleichzeitig identifizieren die Forscherinnen und Forscher Betreuungspflichten für Kinder als eine der größten Hürden für eine breitere Teilhabe am Arbeitsmarkt.

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Die Untersuchung benennt drei Haupttreiber für die Unterschiede bei den Frauenbeschäftigungsquoten: Branchen mit einem höheren Anteil von Frauen in Spitzenpositionen verzeichnen eine größere Bindung und Karriereorientierung unter Mitarbeiterinnen. Sektoren, die höhere Löhne und Zusatzleistungen bieten, ziehen mehr Frauen an und halten sie länger im Beruf. Zudem weisen Bereiche mit hohem Teilzeitanteil tendenziell einen größeren Frauenanteil auf.

Laut dem Modell der Autorinnen und Autoren erklären diese drei Faktoren über 90 Prozent der Unterschiede in der Frauenerwerbstätigkeit zwischen den Branchen. Claus Michelsen, Hauptautor der Studie, kritisiert die aktuelle Steuerpolitik als Hindernis. Das Ehegattensplitting wirke als Anreizproblem für Zweitverdienerinnen und mindere deren Arbeitsmotivation.

Um diese Probleme zu lösen, schlagen die Ökonomen eine Verbesserung der Kinderbetreuungsinfrastruktur und die Einführung flexiblerer Arbeitszeiten vor. Ihre Empfehlungen decken sich mit laufenden politischen Debatten. In der Bundesregierung wird derzeit diskutiert, das Ehegattensplitting abzuschaffen und die beitragsfreie Familienversicherung für Ehepartner in der Kranken- und Pflegeversicherung zu streichen.

Die Studie unterstreicht, wie entscheidend Führungsrepräsentation, Entgeltstrukturen und Arbeitsflexibilität für die Beschäftigung von Frauen sind. Sollten die vorgeschlagenen Reformen umgesetzt werden, könnten sie bestehende Barrieren im Arbeitsmarkt abbauen. Die Ergebnisse liefern damit einen klaren Handlungsrahmen, um die Erwerbstätigkeit von Frauen in Schlüsselbranchen zu steigern.

Quelle