06 February 2026, 17:04

FFG baut neues Rüstungswerk in Schleswig-Holstein für Bundeswehr-Fahrzeuge

Ein gepanzertes Mannschaftsfahrzeug steht in einem Gebäude, umgeben von anderen Militärfahrzeugen, mit einer Tafel mit Text auf der linken Seite, Geländern und Lampen im Hintergrund.

Rüstungshersteller FFG expandiert - Grundsteinlegung für neues Gebäude - FFG baut neues Rüstungswerk in Schleswig-Holstein für Bundeswehr-Fahrzeuge

Der Rüstungszulieferer Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG) hat den Grundstein für ein großes neues Werk in Schleswig-Holstein gelegt. Die als Werk 3 bekannte Anlage soll die Produktionskapazitäten ausbauen und zukunftssichere Arbeitsplätze in der Region schaffen. An der feierlichen Grundsteinlegung nahmen hochrangige Vertreter teil, darunter Ministerpräsident Daniel Günther und der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Carsten Breuer.

Das neue Werk 3 umfasst ein fünfstöckiges Verwaltungsgebäude, zwei große Produktionshallen sowie ein Logistikzentrum mit einem vollautomatisierten Hochregallager. Durch die Erweiterung verdoppelt FFG seine bestehende Produktionsfläche und stärkt seine Fertigungskapazitäten. Die Aufnahme der Produktion ist für das Frühjahr 2027 geplant.

In Kooperation mit dem finnischen Rüstungskonzern Patria wird FFG rund 300 gepanzerte Transportfahrzeuge für die Bundeswehr herstellen. Das Projekt gilt als wichtiger Schritt zur Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeiten. Ministerpräsident Günther betonte, die Erweiterung sende ein "starkes Signal" für mehr regionale und kontinentale Sicherheit aus.

General Breuer hob die Bedeutung der Anlage für die Abwehr der russischen Aufrüstung und Aggression hervor. Zwar wurden keine genauen Zahlen zu den neuen Arbeitsplätzen genannt, doch erwartet man, dass das Werk langfristig hochwertige Beschäftigungsmöglichkeiten in Flensburg und Schleswig-Holstein schafft.

Werk 3 steht für eine bedeutende Investition in die lokale Wirtschaft wie auch in die europäische Sicherheitsinfrastruktur. Die Anlage wird nicht nur die Produktionskapazitäten von FFG steigern, sondern auch die Modernisierung der Bundeswehr unterstützen. Offizielle Vertreter bewerten das Projekt als strategische Antwort auf die aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen.