Funk rechtfertigt Bibel als "Müll" – und löst damit eine hitzige Debatte aus
Hans-Werner HövelFunk rechtfertigt Bibel als "Müll" – und löst damit eine hitzige Debatte aus
Funk, die jugendorientierte Digitalplattform der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF, hat einen Instagram-Beitrag verteidigt, in dem die Bibel als „Müll“ bezeichnet wurde. Der Post löste eine Debatte aus, nachdem die Bibel in einer Aufzählung neben Asche, Golfbällen und menschlichen Ausscheidungen als „Müll auf dem Mond“ aufgeführt worden war.
Die Plattform betonte, der Begriff „Müll“ sei nicht als Beleidigung gemeint gewesen. Vielmehr bezog er sich auf Gegenstände, die ohne menschliches Zutun nicht existieren würden. Funk verwies zudem auf Wörterbuchdefinitionen von Müll als feste Abfallstoffe aus Haushalten und Industrie, die von Entsorgungsdiensten eingesammelt und beseitigt werden.
Funk stand bereits früher in der Kritik, weil Inhalte als christenfeindlich wahrgenommen wurden. Dazu zählte etwa ein Social-Media-Post, in dem die Abkürzung „v. u. Z.“ (vor unserer Zeitrechnung) statt „v. Chr.“ (vor Christus) verwendet wurde. Die Redaktion erklärte, „v. u. Z.“ sei eine neutrale Datierungsform und bestritt, damit eine bewusste Distanzierung von christlicher Terminologie zu verfolgen. Zudem habe die Wortwahl in dem Beitrag keine verbindliche Vorgabe für die Plattform dargestellt.
Mit der Stellungnahme wollte Funk Bedenken gegenüber der verwendeten Sprache ausräumen. Die Plattform hält daran fest, dass die Begriffe „Müll“ und „v. u. Z.“ sachlich und neutral gewählt wurden. Funk bleibt unter der Aufsicht von ARD und ZDF in Betrieb.






