19 June 2026, 08:13

Galeria kämpft um Überleben: 160-Millionen-Notkredit als letzte Rettung

Galeria am Abgrund: Was kommt als Nächstes für die Mainz-Filiale?

Galeria kämpft um Überleben: 160-Millionen-Notkredit als letzte Rettung

Galeria-Kaufhauskette steht vor neuer Pleitewelle

Die deutsche Warenhauskette Galeria steckt erneut in einer schweren Finanzkrise. Um die Insolvenz abzuwenden, benötigt das Unternehmen dringend ein Notkredit über 160 Millionen Euro. Derzeit laufen Verhandlungen mit dem US-Investor Gordon Brothers, um die dringend benötigten Mittel zu sichern.

Der angeschlagene Händler versucht mit Rabatten von bis zu 70 Prozent die Umsätze anzukurbeln, um die Gehälter für die rund 12.000 Mitarbeiter zu finanzieren. Aufgrund der angespannten Lage hat Konzernchef Tilo Hellenbock zudem die Bestellungen für neue Ware in allen 83 Filialen drastisch gekürzt.

Der geplante Kredit soll eine bestehende Schuldenlast von 80 Millionen Euro umschulden und ausstehende Mietzahlungen begleichen. Das Sanierungskonzept von Gordon Brothers sieht vor, etwa 30 Standorte zu schließen, die Verkaufsflächen zu verringern und Teile der Flächen an externe Mieter zu vermieten.

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Branchenkenner warnen jedoch, dass selbst mit dem Kredit das langfristige Überleben ungewiss bleibt. Monatliche Verluste in Millionenhöhe lassen das Ziel, bis 2028 wieder profitabel zu werden, äußerst ambitioniert erscheinen. Scheitert die Einigung, könnten bereits in diesem Sommer Filialen wegen Warenmangels schließen müssen.

Die 160 Millionen Euro sind entscheidend für die unmittelbare Zukunft von Galeria. Ohne sie droht dem Konzern das Aus. Die geplante Restrukturierung soll den Betrieb stabilisieren – doch der Weg zurück in die Schwarzen Zahlen bleibt ungewiss.

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