Gegenprotest in Magdeburg stört Compact-Jubiläum mit klarer Botschaft gegen Rechtsextremismus
Birgitt OttoDemonstration gegen das 'Compact'-Magazin-Event - Gegenprotest in Magdeburg stört Compact-Jubiläum mit klarer Botschaft gegen Rechtsextremismus
In Magdeburg findet derzeit eine Gegenkundgebung statt, um die Feierlichkeiten zum 15-jährigen Bestehen des rechtsextremen Magazins Compact zu stören. Die Demonstrantinnen und Demonstranten versammelten sich friedlich, um gegen die Veranstaltung zu protestieren, an der der Gründer der Zeitschrift, Jürgen Elsässer, sowie der AfD-Vorsitzende Björn Höcke teilnehmen. Das Magazin, das von deutschen Behörden als extremistisch eingestuft wird, stand bereits mehrfach in der Kritik.
Die Proteste folgen auf die Absage einer früheren Compact-Veranstaltung im Jahr 2023, nachdem das Innenministerium die Zeitschrift im Juli 2024 vorübergehend verboten hatte. Dieses Verbot wurde später wieder aufgehoben, sodass die diesjährige Feier stattfinden kann. Die Organisatoren der Gegenkundgebung haben unter dem Motto "Jürgen und Björn – wir machen euch die Party kaputt!" ihre Ablehnung der rechtsextremen Haltung des Magazins zum Ausdruck gebracht.
Die Initiatoren der Demonstration setzen sich für ein vielfältiges und inklusives Stadtviertel Sudenburg ein. Im Mittelpunkt ihrer Forderungen stehen Werte wie Toleranz, Solidarität und Demokratie. Zwar liegen noch keine offiziellen Teilnehmerzahlen vor, doch bleibt die Kundgebung bislang friedlich.
Der deutsche Verfassungsschutz stuft Compact seit 2021 als gesichert rechtsextreme Organisation ein. An der Jubiläumsveranstaltung des Magazins nehmen neben Elsässer, dem Chefredakteur, auch Höcke teil, eine führende Figur der Alternative für Deutschland (AfD). Eine ähnliche Gegenkundgebung im August 202X in Stößen hatte etwa 50 Teilnehmer gezählt, aktuelle Zahlen für Magdeburg stehen jedoch noch aus.
Die Demonstration verläuft bisher ohne gemeldete Zwischenfälle und steht für den anhaltenden Widerstand gegen die rechtsextremen Aktivitäten von Compact. Die Veranstaltung unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen extremistischen Gruppen und den Vertretern demokratischer Werte in der Region.