22 January 2026, 19:01

Giftiges Anilin tritt im Brunsbütteler Hafen aus – keine Verletzten, aber Ermittlungen laufen

Eine Gravur von Booten im Wasser in der Nähe einer Stadt mit Gebäuden, Bäumen und einem Himmel im Hintergrund, mit dem Text "Eochtijn, der Hafen von Rotterdam" unten.

Toxisches Anilin läuft aus Tanker in Brunsbüttel - Giftiges Anilin tritt im Brunsbütteler Hafen aus – keine Verletzten, aber Ermittlungen laufen

Chemieunfall im Brunsbütteler Hafen: Giftiger Anilin-Austritt

Am Dienstagnachmittag ist es im Brunsbütteler Hafen zu einem kleineren Chemikalienaustritt gekommen. Rund 1.000 Liter Anilin – ein giftiger Stoff, der unter anderem in der Farbherstellung verwendet wird – waren aus einem Öltanker ausgetreten. Nach Angaben der Behörde gab es keine Verletzten.

Der Vorfall ereignete sich gegen 14:00 Uhr an Bord der Capewater, eines im Hafen liegenden Tankers. Der Großteil des Anilins blieb auf dem Schiffsdeck, eine kleinere Menge gelangte jedoch in den Nord-Ostsee-Kanal. Die Besatzung konnte das Auslaufen schnell eindämmen.

Erste Meldungen sorgten für Verwirrung, da Online-Suchen Details zum Unfall mit nicht zusammenhängenden Themen vermischten – darunter Hinweise auf den verschwundenen Flug MH370, Sicherheitsdatenblätter für Farben und eine Fernsehserie. Die Behörde klärte später die Sachlage auf.

Obwohl Anilin aufgrund seiner Toxizität gefährlich ist, wurden bisher keine Schäden für Menschen oder Tiere gemeldet. Die Ursache des Austritts wird voraussichtlich weiter untersucht. Das Schiff bleibt vorerst unter Aufsicht im Brunsbütteler Hafen.