06 February 2026, 22:54

Gil Ofarim stellt Antisemitismus-Vorwürfe gegen Leipziger Hotel erneut infrage

David Letterman, in Anzug und Krawatte gekleidet, steht vor einer Menschenmenge, beleuchtet von Scheinwerfern und umgeben von einer Wand, wahrscheinlich bei der Premiere seines bevorstehenden Films.

Gil Ofarim Behauptet: Video ist eine Fälschung - Gil Ofarim stellt Antisemitismus-Vorwürfe gegen Leipziger Hotel erneut infrage

Gil Ofarim hat sich in einer aktuellen Folge von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! erneut zum Davidstern-Skandal von 2021 geäußert. Der Sänger, der einen Mitarbeiter eines Leipziger Hotels zuvor des Antisemitismus beschuldigt hatte, behauptet nun, dass entscheidende Beweismittel manipuliert worden seien. Seine Aussagen kommen zwei Jahre, nachdem er vor Gericht eingestand, die Vorwürfe erfunden zu haben, und 10.000 Euro Schadensersatz zahlte.

Der Streit begann im Oktober 2021, als Ofarim behauptete, ein Angestellter des Westin Hotels Leipzig habe ihn aufgefordert, seine Davidstern-Halskette zu verstecken. Er warf dem Mitarbeiter antisemitische Äußerungen vor, was öffentliche Empörung auslöste. Das Hotel reagierte mit der vorläufigen Suspendierung des Mitarbeiters und heuerte zusätzliches Sicherheitspersonal an – später geriet jedoch der Leiter der Sicherheitsfirma wegen Verbindungen zur rechtsextremen Szene in die Kritik.

Eine interne Untersuchung durch eine Kanzlei, die am 20. Oktober 2021 abgeschlossen wurde, ergab keine Hinweise auf ein Fehlverhalten des Mitarbeiters. Dieser wurde wieder eingesetzt, und weitere Maßnahmen unterblieben. Ofarim räumte dann in einer Gerichtsverhandlung 2023 ein, seine Anschuldigungen seien falsch gewesen, und willigte in die Zahlung einer Entschädigung ein.

Nun behauptete Ofarim während eines Lagerfeuer-Gesprächs bei Ich bin ein Star, es habe einen Zeugen gegeben, der ihn mit der Kette gesehen habe. Zudem warf er dem Hotel vor, die Überwachungsaufnahmen manipuliert zu haben – ihm zufolge fehlten entscheidende Sekunden. Sein Anwalt, Dr. Alexander Stevens, nannte die Situation "kaum zu überbietend in ihrer Heuchelei". Ofarim betonte außerdem, das im Netz kursierende Video sei nicht die Originalaufnahme.

Auf Nachfrage zu Details verwies Ofarim auf eine Vertraulichkeitsvereinbarung. Der Anwalt des Hotelmitarbeiters widersprach jedoch: Es gebe keine solche Vereinbarung – lediglich eine Unterlassungserklärung sei ergangen.

Der Fall bleibt umstritten. Während Ofarim weiterhin die Glaubwürdigkeit der Beweise anzweifelt, widersprechen seine jüngsten Aussagen seinem Geständnis von 2023, als er die Schuld auf sich nahm und den Mitarbeiter entschädigte. Das Westin Hotel Leipzig hält an seiner Position fest: Die interne Prüfung habe kein Fehlverhalten des Angestellten ergeben.