05 June 2026, 10:05

Gleichstellungsbeauftragte warnen vor wachsendem Antifeminismus und fordern Nationalen Aktionsplan

Luen's Equal Opportunity Commissioner bei Bundeskonferenz: Deutliche Absage an Anti-Feminismus

Gleichstellungsbeauftragte warnen vor wachsendem Antifeminismus und fordern Nationalen Aktionsplan

Über 500 Gleichstellungsbeauftragte aus ganz Deutschland trafen sich vergangene Woche in Lübeck zu einer bundesweiten Konferenz. Im Mittelpunkt standen der wachsende antifeministische Trend und seine Auswirkungen auf die Demokratie. Die Teilnehmenden diskutierten dringende Maßnahmen zum Schutz der Gleichstellungsarbeit und gegen die zunehmende Feindseligkeit gegenüber Frauen im öffentlichen Leben.

Die Konferenz konzentrierte sich auf die Lübecker Erklärung, ein klares Bekenntnis zum Kampf gegen Frauenfeindlichkeit und zur Verteidigung demokratischer Werte. Die Anwesenden wiesen darauf hin, dass antifeministische Bewegungen gezielt Politikerinnen angreifen, Verleumdungskampagnen verbreiten und Gleichstellungsprogramme untergraben. Heike Tatsch, Gleichstellungsbeauftragte aus Lünen, warnte, dass diese Haltungen kein Einzelfall seien, sondern sich in der gesamten Gesellschaft ausbreiteten – mit der Folge, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt schwäche und Ängste geschürt würden.

Die Teilnehmenden verabschiedeten konkrete politische Forderungen, um die Problematik zu bekämpfen. Dazu gehören schärfere gesetzliche Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt, eine flächendeckende Versorgung mit hebammengestützter Geburtshilfe sowie bessere Unterstützung für Alleinerziehende. Zudem forderten sie einen Nationalen Aktionsplan gegen Antifeminismus, um die Bemühungen auf allen staatlichen Ebenen zu koordinieren.

Tatsch betonte, dass zögerliches Handeln die Ungleichheit weiter vertiefen werde. Sie rief die Politik auf, schnell zu reagieren und Kommunen mit den notwendigen Mitteln und finanziellen Ressourcen auszustatten, um Gleichstellungsmaßnahmen wirksam umzusetzen.

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Die Konferenz endete mit einem deutlichen Appell zu sofortigem Handeln. Die kommunalen Beauftragten werden sich in ihren Regionen für die Umsetzung der Forderungen der Lübecker Erklärung einsetzen. Nun liegt es an Bund und Ländern, die Zusagen in konkrete Politik umzusetzen.

Quelle