Graphic Novel zeigt Akram Al Sauds Überlebenskampf in Assads Foltergefängnissen
Hans-Werner HövelGraphic Novel zeigt Akram Al Sauds Überlebenskampf in Assads Foltergefängnissen
Ein neuer Graphic Novel enthüllt die erschütternde Überlebensgeschichte von Akram Al Saud – einem Syrer, der jahrelang Folter unter dem Assad-Regime erdulden musste.„Al-Fazia’: Das Grauen“, geschaffen vom deutschen Künstler Tobi Dahmen, schildert Al Sauds Widerstand, seine Inhaftierung und schließlich seine Flucht aus einem System, das in seinen Haftzentren bereits über 100.000 Menschen das Leben kostete.
Akram Al Saud verbrachte 26 Jahre unter Repression in Syrien. Als Student in Aleppo schloss er sich Protesten gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad an. Sein Engagement führte zu vier separaten Haftstrafen, in denen er systematischer Folter und Demütigung durch den syrischen Geheimdienst ausgesetzt war.
In seinen dunkelsten Stunden schwor Al Saud, sich zu widersetzen und zu überleben. Seine Widerstandskraft bildet den Kern von Dahmens dokumentarisch angelegtem Roman, der sparsamen Dialog mit gedämpften Farben und skizzenhaften, rohen Illustrationen verbindet. Die emotionale Wucht des Buches vertieft sich durch die Bindung, die zwischen Al Saud und Dahmen während ihrer Zusammenarbeit entstand.
Tobi Dahmen ist kein Unbekannter, wenn es um kraftvolle Erzählungen geht. Bekannt für seine akribisch recherchierten Werke – darunter der gefeierte „Columbusstraße“ – nähert er sich Al Sauds Geschichte mit Zurückhaltung. Der Graphic Novel verzichtet auf Sensationshascherei und setzt stattdessen auf stille Bilder, um die Brutalität des syrischen Gefängnisregimes und die stille Stärke derer zu vermitteln, die sie überstanden.
Die Veröffentlichung von „Al-Fazia’: Das Grauen“ lenkt die Aufmerksamkeit auf die Gräueltaten innerhalb des syrischen Haftnetzwerks. Al Sauds Bericht zählt zu den wenigen direkten Zeugnissen, die solch langanhaltenden Missbrauch überlebt haben. Der Roman stellt sicher, dass seine Erfahrungen – und die unzähliger anderer – nicht in Vergessenheit geraten.







