Gründungsboom in NRW: 7,1 Prozent mehr Start-ups im Jahr 2025
Nordrhein-Westfalen verzeichnete 2025 einen Anstieg bei Unternehmensgründungen
Im Jahr 2025 stieg die Zahl der Neugründungen in Nordrhein-Westfalen deutlich an. Die Anzahl der Start-ups erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,1 Prozent – ein Zeichen für den wachsenden Gründergeist in der Region.
Im Bezirk der IHK Mittlerer Niederrhein wurden 2025 insgesamt 11.024 Unternehmensgründungen registriert, ein Plus von zehn Prozent gegenüber 2024. Allein in Mönchengladbach wagten 2.464 Bürgerinnen und Bürger den Schritt in die Selbstständigkeit, während 1.973 Unternehmer ihr Geschäft aufgaben. Insgesamt wuchs die Zahl der Unternehmen in der Stadt um 491.
Zu den neuen Gründungen zählt auch Hannah Kramers Projekt „Senioren-WG mit Herz“ in Mönchengladbach. Ihr Unternehmen entwickelt innovative Wohnkonzepte, Gemeinschaftswohnformen für ältere Menschen und deren soziale Betreuung. Zudem gründete sie das Netzwerk „Good Soul“, das Senioren und ihre Angehörigen dabei unterstützt, privat organisierte Wohngemeinschaften aufzubauen. Ziel der Initiative ist es, die Lebensqualität älterer Menschen durch ein engagiertes Partnernetzwerk zu verbessern.
Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, betonte die Bedeutung von Gründern für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit, die Beschäftigung und die wirtschaftliche Stabilität der Region. Er forderte bessere Rahmenbedingungen, um Unternehmertum zu fördern – darunter schnellere digitale Prozesse, erleichterten Zugang zu Fördermitteln und vereinfachte Steuerregelungen.
Der Gründungsboom deutet auf ein dynamisches Wirtschaftsumfeld in der Region hin. Mit einer wachsenden Zahl an Unternehmen und Initiativen wie denen von Kramer, die Nischenmärkte bedienen, festigt sich die lokale Wirtschaft. Steinmetz’ Appell für verbesserte Bedingungen könnte diesen Trend weiter verstärken.







