07 April 2026, 18:29

Halles Bürgerparlament fordert mehr Geld für Kitas und Schulen

Eintritt zum Perth Modern School mit einem Schild, Bäumen, Pflanzen, einem Zaun, einem Straßenschild, geparkten Autos, Gebäuden mit Fenstern und einem bewölkten Himmel.

Halles Bürgerparlament fordert mehr Geld für Kitas und Schulen

Ein "Bürgerparlament" in Halle diskutiert über lokale Bildungsfragen

In Halle hat kürzlich ein sogenanntes Bürgerparlament stattgefunden, um sich mit lokalen Bildungsthemen auseinanderzusetzen. Fünfzehn zufällig ausgewählte Einwohnerinnen und Einwohner im Alter zwischen einem und 66 Jahren nahmen an den Diskussionen teil. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Gruppe Neue Generation, die aus der Klimabewegung Letzte Generation hervorgegangen ist.

Während des Treffens forderten die Teilnehmenden mehr finanzielle Mittel für Kitas und Schulen. Sie sprachen sich gegen Kürzungen im Bildungshaushalt aus und schlugen vor, Gelder aus Sonderbudgets für Infrastruktur und Klimaneutralität umzuwidmen. Ein weiterer zentraler Vorschlag war eine bessere Abstimmung zwischen bestehenden kommunalen Gremien und lokalen Akteurinnen und Akteuren.

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Die Bewegung hinter der Initiative kritisiert den Deutschen Bundestag als ein "Lobbyistenparlament". Stattdessen will sie ein System schaffen, das die Gesellschaft wirklich repräsentiert. Ihr Ziel ist es, partizipative Modelle zu einem festen Bestandteil der Bürgerbeteiligung bei politischen Entscheidungen zu machen.

Ein erstes Ergebnis war ein Gespräch mit Katharina Brederlow, der Bildungsdezernentin der Stadt Halle, bei dem die Gruppe ihre Forderungen vorstellte. Die Organisatorinnen und Organisatoren planen zudem für den 17. bis 24. April 2026 ein bundesweites, digitales Offenes Bürgerparlament, um gesamtgesellschaftliche Themen zu diskutieren.

Das Bürgerparlament in Halle markiert einen Schritt hin zu mehr direkter Bürgerbeteiligung an der kommunalen Politikgestaltung. Die Vorschläge – darunter höhere Bildungsinvestitionen und eine bessere Koordination – werden nun von der Stadtverwaltung geprüft. Sollten sie umgesetzt werden, könnten ähnliche Modelle dauerhaft Einfluss darauf nehmen, wie Gemeinden ihre Politik selbst mitgestalten.

Quelle