12 June 2026, 12:15

Halles "Grüne Tanne" verfällt: Wer rettet das historische Juwel vor dem Kollaps?

Historisches Ensemble an der Mansfelder Straße zerfällt nach Pleite eines Großinvestors - Stadt prüft Übernahme, potenzieller neuer Investor im Visier

Halles "Grüne Tanne" verfällt: Wer rettet das historische Juwel vor dem Kollaps?

Historisches Gebäudeensemble in Halle (Saale) verfällt unaufhaltsam

Der denkmalgeschützte Gebäudekomplex an der Ecke Mansfelder Straße/Tuchrahmen in Halle (Saale) befindet sich in einem Zustand irreparabler Verwahrlosung. Das Gelände, zu dem auch die seit langem verlassene Gaststätte „Grüne Tanne“ gehört, leidet unter jahrelanger Vernachlässigung – die Fassade ist mit Graffiti übersät, Wildwuchs überzieht die Mauern.

Der Projektentwickler Norsk hatte einst geplant, die historischen Bauten zu sanieren, moderne Neubauten zu errichten und eine Tiefgarage anzulegen. Doch das Unternehmen meldete Insolvenz an, woraufhin die Bauarbeiten zum Erliegen kamen. Der hallesche Baudezernent René Rebenstorf räumte ein, dass die Verhandlungen mit dem Insolvenzverwalter nur schleppend vorankommen.

Seit 15 Jahren steht die „Grüne Tanne“ auf der „Roten Liste“ der vom Verfall bedrohten Denkmäler der Stadt. Der Zustand hat sich derart verschlechtert, dass der angrenzende Gehweg nach einem Brand, der die Bausubstanz schwächte, aus Sicherheitsgründen gesperrt werden musste – herabfallende Mauerteile drohen. Die Stadt prüft nun rechtliche Schritte gegen den insolventen Eigentümer und lotet Notfallmaßnahmen aus, um den Fußweg wieder freizugeben.

Ein auf Denkmalsanierung spezialisiertes Unternehmen hat Interesse bekundet, die bestehenden Gebäude zu retten – allerdings ohne Neubauten. Die Stadt setzt derzeit auf pragmatische Lösungen statt auf aufwändige Zukunftspläne. Betont wird jedoch, dass noch keine endgültige Entscheidung gefallen ist und mehrere Optionen geprüft werden.

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Die Zukunft des Ensembles bleibt ungewiss. Während die Stadt ihre Handlungsmöglichkeiten abwägt, stehen zunächst akute Sicherheitsfragen im Vordergrund. Rechtliche Schritte und mögliche Sanierungsbemühungen könnten die nächste Phase für dieses lange vernachlässigte Kulturerbe einläuten.

Quelle