Halles Thalia-Theater wird zum kreativen Experimentierfeld für junge Menschen
Birgitt OttoHalles Thalia-Theater wird zum kreativen Experimentierfeld für junge Menschen
Das ehemalige Thalia-Theater in Halle (Saale) soll zu einem lebendigen Kulturzentrum für junge Menschen werden. Die Stadt hat bekannt gegeben, dass sie Fördermittel aus einem Bundesprogramm beantragen wird, um die Umgestaltung des Hauses voranzutreiben. Ab September 2026 startet dort ein Pilotprojekt, das jugendliche Kreativität fördern soll.
Die Stadt Halle (Saale) bewirbt sich um bis zu 600.000 Euro aus der zweiten Phase des Programms „Übermorgen – Neue Modelle für Kultureinrichtungen“. Die Mittel sollen helfen, das Potenzial des Ortes zu erschließen und bestehende Kooperationen auszubauen. Bereits jetzt unterstützt die Kulturstiftung des Bundes die laufende Transformation des Theaters im Rahmen des Programms.
Bis 2028 wird das TOOH-Kollektiv das Haus jeweils sechs Monate im Jahr nutzen und in verschiedenen künstlerischen Sparten arbeiten. Der Ort bleibt eine zentrale Anlaufstelle für die freie Kunstszene, steht aber auch für kommunale Kulturprojekte offen. Ein „Young Future Team“ aus lokalen Jugendlichen wird das Haus vorbereiten, Führungen anbieten und Feedback sammeln, um seine Zukunft mitzugestalten.
Dr. Judith Marquardt, die stellvertretende Oberbürgermeisterin für Kultur und Sport, betonte die Bedeutung des Theaters als lebendigen Kulturort. Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt hob hervor, wie wichtig der Ort als Experimentierfeld für junge Menschen ist, um eigene Spuren zu hinterlassen.
Das Pilotprojekt beginnt im September 2026 und wird zeigen, wie jugendliche Ideen den Ort prägen können. Das ehemalige Thalia-Theater bleibt Teil des einzigartigen Kulturviertels Halles. Seine Entwicklung soll das kulturelle Angebot der Stadt stärken und die nächste Generation einbinden.
