21 January 2026, 17:07

Hamburgs Fährverkehr kämpft mit massiven Ausfällen und wütenden Fahrgästen

Ein alter Stadtplan von Hamburg, Deutschland, mit einem Fluss, Straßen, Gebäuden, Sehenswürdigkeiten und beschreibendem Text.

Linke kritisiert zunehmende Havarien bei HADAG-Fähren - Hamburgs Fährverkehr kämpft mit massiven Ausfällen und wütenden Fahrgästen

Fährverkehr in Hamburg von schweren Störungen betroffen

Ende 2025 kam es im Hamburger Fährverkehr zu massiven Beeinträchtigungen, mit einem deutlichen Anstieg von Ausfällen auf wichtigen Strecken. Die Hadag, der städtische Fährbetreiber und Tochterunternehmen der Hochbahn AG, verzeichnete eine starke Zunahme gestrichener Fahrten – besonders auf den Linien, die Finkenwerder bedienen. Anwohner und lokale Politiker zeigen sich besorgt über die wachsenden Zuverlässigkeitsprobleme.

Am stärksten betroffen war die Linie 62 zwischen Landungsbrücken und Finkenwerder. Allein in den letzten vier Monaten des Jahres 2025 fielen fast 1.300 Fahrten aus – ein Anstieg um 400 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2024. Auch die Linie 64 litt unter den Problemen: Hier gab es rund 450 zusätzliche Ausfälle gegenüber dem Vorjahr.

Hauptursache für die Störungen war das harte Winterwetter. Doch auch betriebliche Schwierigkeiten wie Personalmangel und neue Arbeitszeitregelungen verschärften die Lage. Trotz dieser Herausforderungen baute die Hadag ihr Angebot 2025 um 11 Prozent aus und führte netzweit etwa 7.700 zusätzliche Fahrten durch. Auf der Linie 64 gab es sogar rund 600 monatliche Abfahrten mehr als zuvor.

Um die Situation zu entlasten, stellte das Unternehmen im vergangenen Jahr elf neue Kapitäne ein. Dennoch führen die Ausfälle bei den Fahrgästen zu großer Verärgerung. Heike Sudmann, verkehrspolitische Sprecherin der Linken, betonte, dass die Bewohner Finkenwerders nicht länger ohne verlässliche Verbindungen dastehen dürften.

Die Ausfälle offenbaren die anhaltenden Schwierigkeiten der Hadag – trotz Bemühungen, Kapazitäten auszubauen und Personal zu gewinnen. Angesichts anhaltender Wetter- und Betriebsprobleme steht das Unternehmen weiterhin in der Kritik, ob es stabile Fährverbindungen aufrechterhalten kann. Lokale Verantwortliche drängen nun auf Lösungen, um weitere Störungen in den kommenden Monaten zu verhindern.