23 December 2025, 22:43

Hausärzte fordern Zuckersteuer für gesündere Ernährung und Prävention

Ein Flyer mit einem Firmenlogo und einem Bild einer Tasse.

Hausärzte fordern Zuckersteuer für gesündere Ernährung und Prävention

In Deutschland hat die Debatte über eine mögliche Zuckersteuer Ende 2025 an Fahrt aufgenommen. Zwar liegt noch kein offizieller Vorschlag vor, doch wichtige Akteure drängen auf konkrete Schritte. Nicola Buhlinger-Göpfarth, Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, fordert eine solche Abgabe, um den Zuckerkonsum zu reduzieren und die öffentliche Gesundheit zu stärken.

Buhlinger-Göpfarth argumentiert, dass günstige, zuckerhaltige Produkte den übermäßigen Verzehr fördern. Eine Steuer könnte ihrer Meinung nach Hersteller dazu bewegen, den Zuckergehalt in ihren Produkten zu senken. Zudem schlägt sie vor, die Steuereinnahmen in das Gesundheitssystem zu reinvestieren – insbesondere in präventive Maßnahmen.

Auch in der Politik findet die Idee zunehmend Unterstützung. Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein und CDU-Mitglied, plant eine bundesweite Regelung vorzulegen. Sein Vorstoß orientiert sich an erfolgreichen Modellen in Ländern wie Großbritannien und Spanien. Trotz der laufenden Diskussionen gab es bis Dezember 2025 jedoch keine offizielle Ankündigung der Bundesregierung zu einer Zuckersteuer. Die Pläne bleiben vorerst im Stadium der Erörterung und sind noch keine beschlossene Sache.

Ziel der Befürworter ist es, den Zuckerkonsum einzudämmen und mit den Einnahmen die Gesundheitsversorgung zu verbessern. Sollte die Steuer kommen, würde Deutschland damit anderen europäischen Ländern folgen. Aktuell bleibt der Vorschlag jedoch eine Diskussionsgrundlage ohne verbindliche Umsetzung.