10 February 2026, 04:36

Henne Henrietta flüchtet bis zum Münchner Hauptbahnhof – und wird zur Social-Media-Legende

Eine alte Postkarte mit einer Gruppe von Hühner, die vor einem Zug stehen, mit Text auf der Postkarte.

Henne Henrietta flüchtet bis zum Münchner Hauptbahnhof – und wird zur Social-Media-Legende

Eine herumstreunende Henne sorgt für Aufsehen am Münchner Hauptbahnhof

Am Freitagabend löste ein freilaufendes Huhn am Münchner Hauptbahnhof für Aufregung. Der Vogel, der später den Spitznamen Henrietta erhielt, wurde zwischen den Gleisen gesichtet, bevor ihn Bundespolizisten in Sicherheit brachten. Ihr unerwartetes Abenteuer endete mit einer Nacht in "Gewahrsam" und der Rückkehr zu ihrer erleichterten Besitzerin.

Die missliche Reise der Henne begann vermutlich damit, dass sie in die offene Tür eines Lieferwagens hüpfte – eine Angewohnheit, vor der ihre Besitzerin später auch andere warnte. Bis zum Freitagabend hatte sie es bis zum belebten Bahnhof geschafft, wo die Bundespolizei sie einfing. Die Beamten nahmen sie vorläufig auf, fütterten sie mit Haferbrei und gaben ihr den provisorischen Namen Henrietta.

Am nächsten Morgen wurde Henrietta an den Vogelnotdienst Olching übergeben, einen auf Vogelrettung spezialisierten Dienst unter der Leitung des Experten Gerhard Wendel. Unterdessen verbreitete sich die Nachricht vom verlorenen Huhn in lokalen Medien, darunter BR24. Über 20 Menschen meldeten sich, um der Henne ein neues Zuhause anzubieten – doch schließlich konnte die wahre Besitzerin ausfindig gemacht werden: eine junge Frau aus München-Moosach. Die Hobby-Hühnerhalterin verriet, dass der eigentliche Name des Tieres Tina lautet.

Henrietta – oder besser gesagt Tina – ist nun wieder bei ihrer Besitzerin. Diese erinnerte im Nachhinein daran, Lieferwagen-Türen stets geschlossen zu halten, da ihre neugierige Henne dafür bekannt sei, darin herumzuklettern. Der Vorfall endete glücklich: ohne Verletzungen und mit einer schnellen Wiedervereinigung.