11 February 2026, 04:35

Hertha-Trainer Leitl attackiert Bürgermeister Wegner wegen verpasstem Pokalspiel

Der Eingang zum Olympiastadion in Berlin, Deutschland, mit einer Brücke mit Text, einem Metallzaun, einem Schild, einer Box, Pflanzen, Gras, einer Gruppe von Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Olympia statt DFB-Pokal: Hertha-Trainer kritisiert Wegner - Hertha-Trainer Leitl attackiert Bürgermeister Wegner wegen verpasstem Pokalspiel

Hertha-BSC-Trainer Stefan Leitl hat Berlins regierenden Bürgermeister Kai Wegner öffentlich kritisiert, weil dieser das DFB-Pokal-Spiel seines Teams verpasst hat. Statt den Verein zu unterstützen, reiste Wegner zu den Olympischen Winterspielen nach Italien. Der Streit kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich Berlin um die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2036 bewirbt.

Leitl machte deutlich, dass er die Anwesenheit des Bürgermeisters im Stadion erwartet habe – und nicht im Ausland während eines wichtigen Spiels.

Der Konflikt entzündete sich, als Wegner sich entschied, den Winterspielen in Italien beizuwohnen, anstatt Herthas Pokalpartie zu verfolgen. Seine Reise diente der Werbung für Berlins Bewerbung um die Sommerspiele 2036, über die am 26. September endgültig entschieden werden soll.

Leitl reagierte scharf und erklärte: "Wenn dem so ist, dann sollte er nicht in Italien Sport schauen." Später fügte er hinzu: "Seine Unterstützung wäre heute wichtig gewesen. Dafür muss ich ihn auch kritisieren." Der Trainer schlug sogar vor, Wegner solle stattdessen zum kommenden Ligaspiel gegen Hannover erscheinen.

Wegner hatte zuvor von seinem Kindheitstraum gesprochen, Hertha einmal in einem DFB-Pokal-Finale zu erleben. Leitl konterte: "Dann sollte er nicht in Italien Sport gucken – sondern hier in Berlin, im Stadion sein." Der Verein hat in seiner Geschichte noch nie ein Pokalfinale erreicht; der größte Erfolg war das Halbfinale in der Saison 2015/16.

Herthas anhaltende Schwierigkeiten im Wettbewerb verstärken Leitls Frustration. Die Mannschaft stand noch nie in einem Pokalfinale – nicht einmal im eigenen Olympiastadion, das bei einer erfolgreichen Bewerbung eines Tages olympische Wettkämpfe austragen könnte.

Der Streit offenbart die Spannungen zwischen dem lokalen Fußball und Berlins olympischen Ambitionen. Während Wegners Abwesenheit beim Spiel auf scharfe Kritik des Vereins stieß, bleibt sein Fokus auf der Sicherung der Spiele 2036. Ob der Bürgermeister Leitls Rat folgt und beim nächsten Heimspiel persönlich erscheint, wird sich zeigen.