Immobilienmakler in Neumünster: Persönlich statt digital – warum hier noch Menschen entscheiden
Hans-Werner Hövel
Immobilienmakler in Neumünster: Persönlich statt digital – warum hier noch Menschen entscheiden
Das RE/MAX-Büro am Kuhberg in Neumünster ist nicht schwer zu finden – wenn man weiß, wo man suchen muss. Doch man könnte auch einfach vorbeilaufen, ohne es zu bemerken. Es liegt in der Nummer 9, eingezwängt zwischen einer Steuerberatung und dem, was wie eine Privatwohnung aussieht. Kein auffälliger Standort, aber genau das scheint hier der Punkt zu sein.
Hier wird das Übliche abgewickelt: Häuser verkaufen, Wohnungen vermieten, Investoren bei der Suche nach Schnäppchen in Neumünster, Bordesholm oder sogar Richtung Kiel unterstützen. Der Unterschied? Man spricht tatsächlich mit Ihnen – statt nur PDFs per E-Mail zu verschicken oder auf die Website zu verweisen. Keine Algorithmen, keine Chatbots, nur Menschen, die die Eigenheiten des lokalen Marktes vermutlich längst in- und auswendig kennen.
Die Öffnungszeiten sind klassische Geschäftszeiten: montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr. Am Wochenende? Nur mit Termin, und selbst dann sollte man nicht einfach davon ausgehen, dass man einen bekommt. Das Büro selbst ist aufgeräumt, aber nicht steril – der Typ Ort, in dem man sich auch in Jeans wohlfühlt. Hier gibt es kein aggressives Verkaufsgequatsche, sondern sachliche Gespräche über Preise, Papierkram und die realistischen Zeitpläne, die in dieser Gegend nun mal gelten.
Die Bewertungen sind verdächtig gut – Dutzende Fünf-Sterne-Rezensionen, was entweder bedeutet, dass sie wirklich exzellent sind oder besonders geschickt darauffolgende Kunden um Feedback bitten. Immobiliengeschäfte sind nun mal kompliziert, und selbst die besten Makler haben mal einen schlechten Tag. Doch wenn so viele Leute dasselbe sagen – „Sie haben unsere Zeit nicht verschwendet“, „Sie haben den Vertrag tatsächlich erklärt“, „Sie waren auch nach dem Verkauf noch da“ –, dann ist das wohl kaum Zufall.
Ihr Tätigkeitsbereich beschränkt sich nicht auf Neumünster. Bordesholm, Teile von Kiel – wenn es innerhalb einer halben Stunde erreichbar ist, haben sie dort wahrscheinlich schon Geschäfte abgewickelt. Für Mieter könnte das bedeuten, von Angeboten zu hören, bevor sie auf den großen Portalen auftauchen. Für Verkäufer könnte es heißen, dass mehr Interessenten die Immobilie sehen, als wenn man sie einfach online einstellt und auf Glück hofft.
Wie stark sie auf persönliche Kontakte statt auf digitale Lösungen setzen, ist nicht ganz klar. Manche Agenturen werben mit virtuellen Rundgängen und elektronischen Unterschriften – hier scheint man lieber von Angesicht zu Angesicht zu arbeiten. Ideal, wenn man Händeschütteln und das Unterschreiben von Verträgen am Tisch schätzt, weniger praktisch, wenn man alles lieber vom Sofa aus erledigen möchte. Wer nicht gerne spontan vorbeischaut, sollte das am besten gleich ansprechen.
Wer neugierig ist, kann einfach unter der Woche vorbeikommen oder anrufen. Auf der Website gibt es Exposés und ein Kontaktformular, aber den eigentlichen Eindruck bekommt man erst im Gespräch. Und anders als bei der Hälfte der Maklerbüros dort draußen wirkt das hier nicht wie ein Callcenter mit lokaler Rufnummer. Egal, ob man nur stöbern oder morgen schon kaufen will – hier ist man einer der wenigen Adressen, die Immobilien noch so behandeln, als ginge es dabei um, nun ja, echte Menschen.







