07 June 2026, 16:17

Jekaterinburgs "Lange Nacht der Museen" bricht alle Besucherrekorde zum 20. Jubiläum

"Night", wenn Geschichte lebendig wird: 101 Veranstaltungsorte nehmen an der Jubiläumsaktion der Museumsstadt Jekaterinburg teil

Jekaterinburgs "Lange Nacht der Museen" bricht alle Besucherrekorde zum 20. Jubiläum

Jekaterinburg feiert 20. Jubiläum der „Langen Nacht der Museen“ mit Rekordbeteiligung

Mit 101 teilnehmenden Veranstaltungsorten hat Jekaterinburg das 20-jährige Jubiläum seiner „Langen Nacht der Museen“ gefeiert – ein neuer Besucherrekord. Das Programm reichte von interaktiven Rätselspielen bis hin zu seltenen historischen Ausstellungen. Zu den Höhepunkten zählte eine Sonderausstellung zum 60-jährigen Bestehen des städtischen Sputnik-Reisebüros, das einst eine zentrale Rolle im sowjetischen Tourismus spielte.

Besonderes Interesse weckte das Museum für Steinschneidekunst und Juwelierhandwerk mit einem großen Rätselabenteuer, inspiriert von finnisch-ugrischen Mythen. Besucher erkundeten Mineraliensammlungen, während Führungen gängige Vorurteile über Edelsteine widerlegten. Gleichzeitig öffnete der kreative Kulturkomplex L52 an zwei Standorten die ganze Nacht seine Türen und bot immersive Erlebnisse.

In der L52 führte die Tour „Elektronische Zauberer“ durch historische Computer und frühe Softwarelösungen der Russischen Eisenbahnen – ein faszinierender Einblick in die technologische Vergangenheit, der Nostalgie mit Neugier verband. Im Stadtgeschichtsmuseum Jekaterinburg widmete sich die Ausstellung „Koffermentalität“ den Reisebeschränkungen der Sowjetzeit. Archivmaterialien zeigten, wie das staatliche Reisebüro Sputnik strenge Auflagen durchsetzte: Altersgrenzen, Charakterreferenzen und ein Ausgabenlimit von nur 15 bis 20 Dollar für Reisen ins Ausland.

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Das Jekaterinburger Sputnik-Büro gehörte einst zu den drei größten Tourismusanbietern der UdSSR und organisierte Reisen, bei denen typische Souvenirs wie Matrjoschka-Puppen, Teeservices oder sogar Industriegüter wie Bügeleisen und Bohrmaschinen in kapitalistische Länder exportiert wurden. Diese Gegenstände wurden zu Symbolen sowjetischer Handwerkskunst und Handelsbeziehungen.

Die Jubiläumsveranstaltung unterstrich die vielfältigen kulturellen und historischen Verbindungen Jekaterinburgs – von antiken Mythen bis hin zur Reisekultur des Kalten Krieges. Mit interaktiven Ausstellungen, seltenen Exponaten und exklusiven Führungen bot die „Lange Nacht der Museen“ Einheimischen und Gästen einen vertieften Einblick in die Stadtgeschichte. Gleichzeitig wurde das bleibende Erbe von Institutionen wie Sputnik gewürdigt, die über Generationen hinweg das Reisen prägten.

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