18 April 2026, 20:21

Kai Wegner entschuldigt sich für Berlins chaotisches Blackout-Management im Januar

Menschen sitzen auf einem Flughafenboden mit einer 'Berlin wegen Klimakrise abgesagt' -Plakette und verstreuten Gegenständen im Hintergrund.

Kai Wegner entschuldigt sich für Berlins chaotisches Blackout-Management im Januar

Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner hat sich für sein Krisenmanagement während des mehrtägigen Stromausfalls Anfang Januar entschuldigt. Der großflächige Blackout ließ tausende Haushalte ohne Elektrizität zurück und löste scharfe Kritik an der Reaktion der Stadtverwaltung aus. Wegner sprach vor dem Abgeordnetenhaus – nachdem er seine Teilnahme an der Konferenz der Ostdeutschen Ministerpräsidenten vorzeitig abgebrochen hatte.

Der Stromausfall begann an einem Morgen, als Wegner sich in seiner Privatwohnung aufhielt. Um 8:07 Uhr erreichte ihn eine dringende Nachricht des Innensenators, während er am Frühstückstisch saß. Den gesamten Tag über blieb er zu Hause, unterbrach dies nur für eine Stunde, in der er Sport trieb.

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Doch die Lage spitzte sich zu: Um 11 Uhr rief ihn der Wirtschaftssenator erstmals an, ein weiteres Gespräch folgte um 12:45 Uhr über die anhaltende Stromsperre. Nur wenige Minuten zuvor, um 12:07 Uhr, war Wegner informiert worden, dass unklar sei, wann die Versorgung wiederhergestellt werden könne. Gegen 14:30 Uhr gab Stromnetz Berlin dann eine Stellungnahme heraus – mit der Warnung, der Ausfall könnte bis Donnerstag andauern.

Wegner koordinierte in der Krise die Zusammenarbeit verschiedener Behörden und Einrichtungen. Er arbeitete mit den Bezirken, Hilfsorganisationen, Stromnetz Berlin, der Polizei, der Feuerwehr und der Bundeswehr zusammen. Auch die Senatoren für Gesundheit und Bildung waren in die Bewältigung der Lage eingebunden. Letztlich konnte die Stromversorgung eineinhalb Tage früher als befürchtet wiederhergestellt werden.

Später räumte Wegner die Herausforderungen bei der Bewältigung des Blackouts ein, betonte jedoch, er und die zuständigen Senatoren hätten die Situation "angemessen" gemeistert. Der Vorfall wirft nun Fragen nach den Notfallplänen der Hauptstadt auf: Das Abgeordnetenhaus prüft derzeit, wie Berlin auf künftige Krisen besser vorbereitet werden kann.

Quelle