Klimaproteste im Ruhrgebiet eskalieren – Fossile Industrie unter Druck
George BenthinKlimaproteste im Ruhrgebiet eskalieren – Fossile Industrie unter Druck
Klimaschutzaktivisten starten Protestwelle im Ruhrgebiet – Fossile Infrastruktur im Fokus
Im gesamten Ruhrgebiet haben Klimaschutzaktivisten eine Welle von Demonstrationen gegen die fossile Energieinfrastruktur entfacht. Am Freitag beteiligten sich rund 1.500 Menschen an koordinierten Protesten gegen den Ausbau von Gaskraftwerken. Die Organisatoren erwarten nun, dass am Samstag Tausende weitere zu einer großen Kundgebung hinzustoßen werden – unterstützt von Umweltverbänden und der Aktivistin Greta Thunberg.
Die antikapitalistische Bewegung Ende Gelände führte die Aktionen an und blockierte zentrale Industrieanlagen. In Gelsenkirchen umzingelten Demonstranten das Kraftwerk Scholven, wo Pläne für eine neue Gaseinheit auf Kritik stoßen. Einige Aktivisten installierten sogar Solarpaneele auf dem Geländes des Kraftwerks, um für erneuerbare Alternativen zu werben.
An anderen Orten marschierten Protestierende in Hamm Richtung Hauptbahnhof und trugen Transparente mit Parolen wie „Energiekonzerne enteignen!“ Eine weitere Gruppe störte den Schichtwechsel im Hüttenwerk Friedrich Wilhelms Hütte in Mülheim. Unterdessen besetzten Aktivisten Gleisanlagen bei Europipe, dem größten Rohrhersteller Europas, ebenfalls in Mülheim.
Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte zuvor ein von der Polizei verhängtes Demonstrationsverbot für das Kraftwerk Gersteinwerk bestätigt. Die Organisatoren legten jedoch Berufung ein und kündigten an, die für Samstag geplante Kundgebung auch dann durchzuführen, falls der Startpunkt verlegt werden müsse.
Die Proteste markieren eine erneute Offensive gegen die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen im Ruhrgebiet. Mit Tausenden weiteren Teilnehmenden am Samstag zielen die Demonstrationen darauf ab, Druck auf Energiekonzerne und Politiker auszuüben. Die Aktivisten fordern deutlich einen schnelleren Umstieg auf erneuerbare Energien.







