KM-R-2: Landschutzdeiche ohne Sicherheitsmängel - Fallstudie
Hildegund LachmannKM-R-2: Landschutzdeiche ohne Sicherheitsmängel - Fallstudie
KM-R-2: Deiche im Küstenschutz ohne Sicherheitsmängel – Eine Fallstudie
Monitoringbericht 2023 zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel
- April 2024, 16:15 Uhr
Schleswig-Holstein hat seine Strategie zum Küstenschutz aktualisiert, um den wachsenden Risiken durch den Klimawandel zu begegnen. Im Februar 2022 wurde die fünfte Fassung des Allgemeinen Küstenschutzplans (AKP) verabschiedet. Die aktuelle Überprüfung bestätigt, dass mittlerweile 81,7 Prozent der 433 Kilometer Deiche des Landes den Sicherheitsstandards entsprechen – ein Anstieg gegenüber 76,5 Prozent im Jahr 2011.
Die Deiche des Bundeslandes schützen tief liegende Regionen vor Überflutungen. Seit 2001 wird das Konzept des „Klimadeichs“ angewendet, um die Bauwerke zu erhöhen und zu verbreitern und sie so auf den steigenden Meeresspiegel vorzubereiten. Die jüngste Aktualisierung des AKP, die etwa alle zehn Jahre erfolgt, umfasst eine umfassende Sicherheitsbewertung aller Deichlinien.
Sturmfluten wie Xaver im Jahr 2014 haben die Schutzanlagen bereits auf die Probe gestellt. Damals wurden aufgrund schwerer Überflutungen zusätzlich 5,6 Kilometer Deich als unsicher eingestuft. Der Klimawandel erhöht weiterhin den Druck auf die Küsteninfrastruktur und erfordert regelmäßige Anpassungen der Schutzmaßnahmen.
Der aktualisierte Plan verknüpft die Küstenschutzstrategie Schleswig-Holsteins mit der Klimawandelanpassung. Dadurch werden zukünftige Risiken – darunter höhere Wasserstände und stärkere Stürme – bei Wartung und Ausbau berücksichtigt. Eine zentrale Rolle nimmt dabei der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) ein, auch wenn die genaue zuständige Behörde für die Freigabe der Aktualisierung 2022 nicht bestätigt wurde.
Mit 81,7 Prozent der Deiche nun ohne Sicherheitsmängel hat das Land seine Hochwasserschutzmaßnahmen gestärkt. Die jüngste Überarbeitung des AKP untermauert die langfristige Planung gegen Klimafolgen. Regelmäßige Überprüfungen und Anpassungen bleiben jedoch unverzichtbar, da der Meeresspiegel und die Sturmintensität weiter steigen.